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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,2,2

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Friedrich beurkundet nach Einsichtnahme in das 6. Buch der Annalen seiner Vorgänger, deren Bericht (Otto von Freising, Chronicon VI 24-26) wörtlich inseriert wird, daß Kaiser Otto II. die Gebeine des heiligen Bartholomäus von Benevent auf die Tiberinsel in Rom übertragen habe, und bestätigt der dortigen Bartholomäuskirche , die dem Reich gehört, die ihr von Otto II. übertragenen Güter und Besitzungen. Z.: Erzbischof Christian von Mainz, Erzkanzler für ganz Deutschland, Erzbischof Rainald von Köln, Erzkanzler für Italien, die Bischöfe Alexander von Lüttich, Gottfried von Speyer, Daniel von Prag, Udo von Zeitz und Gero von Halberstadt, Abt Hermann von Fulda, Heinrich, Protonotar des kaiserlichen Hofes und Propst von St. Stephan in Mainz, Propst Gottfried von Frankfurt, die Herzoge Friedrich (von Schwaben), der Sohn König Konrads (III.), Berthold von Zähringen und Welf (VII.) der Jüngere. - Phylippus canc. vice Rainaldi Coloniensis archiep. et Ithalię archicanc. ; unter wörtlicher Inserierung der genannten Stellen aus der Chronik Ottos von Freising verfaßt und geschrieben von Wortwin; SI. D. B. D. Dignitas imperii Romani .

Originaldatierung:
(VIIIvo idus augusti, iuxta Romam in monte Gaudii)
Zeugen:
Erzbischof Christian von Mainz, Erzkanzler für ganz Deutschland, Erzbischof Rainald von Köln, Erzkanzler für Italien, die Bischöfe Alexander von Lüttich, Gottfried von Speyer, Daniel von Prag, Udo von Zeitz und Gero von Halberstadt, Abt Hermann von Fulda, Heinrich, Protonotar des kaiserlichen Hofes und Propst von St. Stephan in Mainz, Propst Gottfried von Frankfurt, die Herzoge Friedrich (von Schwaben), der Sohn König Konrads (III.), Berthold von Zähringen und Welf (VII.) der Jüngere
Siegel:

SI. D. B. D.

Incipit:
Dignitas imperii Romani
Schreiber:
unter wörtlicher Inserierung der genannten Stellen aus der Chronik Ottos von Freising verfaßt und geschrieben von Wortwin
Empfänger:
Tiberinsel Bartholomäuskirche
Kanzler:
Phylippus canc. vice Rainaldi Coloniensis archiep. et Ithalię archicanc.

Überlieferung/Literatur

Orig.: Vatikanisches Archiv zu Rom (A). Drucke: Böhmer, Acta imp. 117 no 125; MG. DF. I. 534. Faks.: Kaiserurk. in Abb. X, 11. Reg.: Stumpf 4088.

Kommentar

Zu der auffälligen Doppelbesiegelung vgl. die Beschreibung des D. durch Kehr, Kaiserurkunden, NA 14 (1889) 353 no 6. - Das D. stellt eine Meisterleistung auf dem Gebiet der Insertionstechnik durch Wortwin dar, der dabei einige recht charakteristische Umdeutungen des Wortlautes seiner Vorlage erzielte, vgl. dazu Koch, Reichskanzlei 63 ff. und besonders 102 ff. sowie die Vorbemerkung zum D. - Otto von Freising hatte seinem kaiserlichen Neffen schon 1157 ein Exemplar seiner Chronik übermittelt, vgl. Reg. 450.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,2,2 n. 1700, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1167-08-06_1_0_4_2_2_1145_1700
(Abgerufen am 24.05.2017).