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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,2,2

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Friedrich verleiht die ihm von den Mailändern zurückgestellte Grafschaft Seprio innerhalb der angegebenen Grenzen an einige Getreue im Seprio .

Empfänger:
Seprio

Überlieferung/Literatur

Deperditum; erwähnt in einem Schiedsspruch von 1170 September 3 zwischen Mailand und Como über den Umfang der Grafschaft Seprio, ed. Manaresi, Gli atti del comune di Milano 1, 106 no LXXIII sowie wohl auch in MG. DF. I. 896 von 1185 Februar 11; MG. DF. I. *1147.

Kommentar

Die Ausstellung dieses Deperditums könnte entweder im September 1158, als der Kaiser ein pactum mit den equites der Martesana und des Seprio schloß (vgl. Reg. 588), oder nach dem Ende der Wirksamkeit des dort 1158 und 1164 eingesetzten Grafen Goswin von Heinsberg (vgl. Regg. 588 und 1412) erfolgt sein, über das freilich nichts Näheres bekannt ist. Keinesfalls kann die Verleihung nach dem Entstehen der Lega Lombarda (Reg. 1643) vorgenommen worden sein. - Vgl. dazu Opll, Stadt und Reich, 340 mit Anm. 181.

 

Verbesserungen und Zusätze (2011):

Zur Situation im Seprio vgl. auch die hoch interessanten Angaben in einer Urkunde des Erzbischof Galdinus von Mailand von (1167 September – 1168 März), die Luisa Zagni in einer Internet-Edition der Urkunden von S. Vittore zu Varese vorgelegt hat (siehe: cdlm.unipv.it/edizioni/mi/varese-svittore/carte/vittore1168-03-00B): In diesem Dokument erläutert der Metropolit dem Propst von Varese und dessen Brüdern, warum er den Mailänder Diakon Pietro de Buxolo, einen nobilis civis Mediolanensis, zum neuen Archipresbyter von S. Maria del Monte (di Velate) bestellt hat, obwohl diese Würde gemäß einer Verfügung seines Vorgängers Robaldus (1135–1145) dem Vareser Klerus vorbehalten sei. Er habe dies deshalb nicht befolgt, weil der Vareser Klerus aus dem Adel des Seprio stamme, sich aber bei der Zerstörung von Stadt und Kirche Mailand den Deutschen angeschlossen habe, und der frühere Archipresbyter Landulfus, ein Schismatiker, habe den Monte S. Maria sogar den Deutschen übergeben.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,2,2 n. D1636, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1167-03-00_1_0_4_2_2_1079_D1636
(Abgerufen am 25.09.2017).