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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,2,2

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Friedrich entsendet Abt (Erlebold) von Stablo und Bischof (Alexander) von Lüttich als seine Boten im Schisma nach Faenza, wo sie von allen Klerikern und Laien unter Androhung des Landesverweises den Obödienzeid auf Paschal III. (Würzburger Eide, vgl. Reg. 1475) fordern. Am 16. Februar schwören allerdings nur Bischof Rambert von Faenza und Abt (Drudo) von S. Maria foris portam mit seinen Mönchen.

Überlieferung/Literatur

Tolosani Chron. Favent., ed. Rossini, Rer. Ital. SS N. Ed. XXVIII/1, 57 f.; vgl. Rahewini Gesta Frid. Appendix, ed. Waitz - Simson, MG. SS rer. Germ. in us. schol., 348 (zu 1168).

Kommentar

Irrig spricht Rossini, a. a. O., 57 Anm. 4 von Abt Wibald von Stablo und Bischof Erlembald von Lüttich. - Zur Interpretation dieser Überlieferung vgl. Güterbock, Schisma, FS. Paul Kehr (1926) 376 ff. - Die Entsendung der Boten fällt wohl in die Zeit der Geburt des dritten Sohnes des Kaisers in Modigliana unweit von Faenza, vgl. Reg. 1630. - Im Appendix zu Rahewin ist die Rede von einer Unterwerfung der Fagenses (wohl: Faentiner) durch den Kaiser, was entweder mit den hier geschilderten Ereignissen oder dem Aufenthalt zu S. Proculo unweit Faenza im März (vgl. Regg. 1639 -1641) zusammenhängen dürfte.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,2,2 n. 1631, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1167-02-16_1_0_4_2_2_1074_1631
(Abgerufen am 26.07.2017).