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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,2,2

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Friedrich beruft auf Anraten eines ihm sehr vertrauten Religiosen der Grande Chartreuse (wohl der Konverse Dietrich von Silve-Bénite) mittels eines eigenen Schreibens (per litteras suas) den Prior (Basilius) der Grande Chartreuse, den Abt (Alexander) von Cîteaux und den Bischof (Peter) von Pavia, den er aus seinem Bistum vertrieben hat, zu Verhandlungen über die Beendigung des Schismas an den Hof, wobei er weitreichende Zusagen für den Fall macht, daß sie ihn von dem Eid gegen Papst Alexander III. lösen könnten.

Überlieferung/Literatur

Deperditum; erwähnt im Schreiben Johanns von Salisbury an Archidiakon Balduin von Totnes von (ca. April/Mai 1168), Letters of John of Salisbury II, ed. Millor - Brooke, no 272 (S. 556).

Kommentar

Die Verhandlungen sollten dem Kaiser offensichtlich einen Zeitgewinn verschaffen, da er gleichzeitig mit dem Grafen von Savoyen zu verhandeln begann, vgl. Reg. 1768. Mit dem Eid gegen Alexander III. ist sicherlich der Eid von Würzburg (Reg. 1475) gemeint. - Vgl. zu diesen Verhandlungen zuletzt Görich, Ein Kartäuser im Dienst Friedrich Barbarossas, 35 ff.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,2,2 n. D1766, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1167-00-00_1_0_4_2_2_1211_D1766
(Abgerufen am 24.01.2017).