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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,2,2

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Friedrich empfängt eine Genueser Gesandtschaft, bestehend aus Lanfrancus Piper, Oto Bonus, Obertus Spinula, Symon Aurie und Grimaldus, die über Übergriffe des Markgrafen Wilhelm von Montferrat auf die von Genua besetzte Burg Parodi, wobei Ansprüche des Markgrafen Wilhelm Sarracenus (von Parodi) und dessen Mutter, der Schwester Wilhelms von Montferrat, unterstützt werden, Klage führt, eine vom Kaiser angebotene Geldentschädigung jedoch abweist. In weiterer Folge kommt es vor dem Hof zu Streitigkeiten mit einer Gesandtschaft der Pisaner Konsuln, darunter Uguenzonus, um die Herrschaftsansprüche auf Sardinien, wobei Pisa in Erzbischof (Christian) von Mainz einen wichtigen Fürsprecher findet. Nach dem Befehl an Pisa, die gefangenen Genuesen freizulassen, flammen die Streitigkeiten von neuem auf und es soll auf Rat Erzbischof Rainalds (von Köln) ein Duell ausgetragen werden. Schließlich gelingt es aber, mit dem von Genua ausgehenden Vorschlag, für die Zeit der gemeinsamen Reichsheerfahrt Frieden zu bewahren, die Dinge vorläufig zu beruhigen. Über Beschluß des Hofes werden sodann Erzbischof Rainald (von Köln) nach Genua und Erzbischof (Christian) von Mainz nach Pisa entsendet, um dort die Entlassung der Gefangenen anzuordnen.

Überlieferung/Literatur

Ann. Ianuenses I, ed. Belgrano, Fonti per la storia d'Italia 11, 193 ff.; vgl. Knipping, Reg. Köln 2, no 883 und Böhmer-Will, Reg. Mainzer Erzbischöfe 2, no 24.

Kommentar

Lodi als Ort des Geschehens kann nur erschlossen werden. - Vgl. auch Regg. 1627 -1629.

 

Verbesserungen und Zusätze (2011):

Zur kaiserlichen Politik gegenüber den Ansprüchen Genuas wie Pisas auf die Herrschaft über Sardinien, vor allem den Ereignissen vom November 1166, als die Streitigkeiten erneut ausbrachen, vgl. jetzt ausführlich Bernwieser, Ex consilio principum curie, in: Staufisches Kaisertum im 12. Jahrhundert, hg. von Burkhardt, Metz, Schneidmüller und Weinfurter (2010) 205–227, insbesondere 221–225.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,2,2 n. 1602, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1166-11-00_2_0_4_2_2_1045_1602
(Abgerufen am 28.06.2017).