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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,2,2

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Friedrich bestätigt dem Zisterzienserkloster Neuburg auf Klagen durch Abt und Konvent, die während der Belagerung von Alessandria vorgebracht wurden, abermals den Besitz von Seelhofen (Selhoven), nachdem die gewaltsame Entfremdung dieses Besitzes durch den Landgrafen Gottfried (von Hüneburg) durch ein auf kaiserlichen Befehl von Vogt Rüdiger und Marschall Wolfram von Hagenau unter Teilnahme des Vogtes Albert von Robach mit Beinamen Můle und von dessen Sohn Wilhelm herbeigeführtes Weistum für widerrechtlich erklärt worden ist und die Grenzen des Gutes festgelegt worden sind. Z.: Kanzler Johannes, die Pröpste Friedrich von St. Thomas in Straßburg und Konrad von Allerheiligen, Vogt Rüdiger von Hagenau, Marschall Wolfram von Hagenau, Burchard von Morsbronn und sein Bruder Kuno, Albert von Modenheim, Gottfried von Fleckenstein und seine Brüder Konrad und Friedrich, Truchseß Markward und sein Bruder Konrad, Marschall Werner von Straßburg und weitere Edle wie auch Landvolk (ceteri quam plures tam nobilium quam rurensium). - Auf der Grundlage eines durch Rasur völlig getilgten, echten DF. I. (wohl für Neuburg) um die Mitte des 13. Jh. gefälscht, wobei wohl der von Bloch, Reg. der Bischöfe von Straßburg 1, 56 mit A bezeichnete Schreiber der Marbacher Annalen tätig war; SP. 2. Opus pietatis agere .

Originaldatierung:
(IIIIo idus iulii, apud Hagenowa)
Zeugen:
Kanzler Johannes, die Pröpste Friedrich von St. Thomas in Straßburg und Konrad von Allerheiligen, Vogt Rüdiger von Hagenau, Marschall Wolfram von Hagenau, Burchard von Morsbronn und sein Bruder Kuno, Albert von Modenheim, Gottfried von Fleckenstein und seine Brüder Konrad und Friedrich, Truchseß Markward und sein Bruder Konrad, Marschall Werner von Straßburg und weitere Edle wie auch Landvolk (ceteri quam plures tam nobilium quam rurensium)
Siegel:

SP. 2.

Incipit:
Opus pietatis agere
Empfänger:
Neuburg

Überlieferung/Literatur

Fälschung; Angebl.Orig.: Staatsarchiv Darmstadt (A). Drucke: Mone, Kaiserurkunden, ZGORh 11 (1860) 14 no 4; MG. DF. I. 1061. Teilfaks.: Bloch - Wentzcke, Reg. der Bischöfe von Straßburg 1, Tafel 13. Reg.: Stumpf 4480.

Kommentar

Die Fälschung weist auf die Streitigkeiten zwischen dem Kloster und dem Landgrafen hin, die tatsächlich 1174/75 bei Alessandria verhandelt wurden, vgl. Schoepflin, Alsatia diplomatica 1, 261 no 317 und Würdtwein, Nova Subsidia 10, 60. Vgl. Güterbock, Kloster Neuburg, NA 38 (1913) 561 ff., Herkenrath, Reichskanzlei 1181-1190, 245 ff. und die Vorbemerkung zum D. - Bei dem beiliegenden Siegel handelt es sich um ein echtes Stück.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,2,2 n. †1494, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1165-07-12_1_0_4_2_2_936_F1494
(Abgerufen am 25.07.2017).