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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,2,2

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Friedrich zieht die Donau hinunter und zwingt die Ungarn, die den größten Teil des versprochenen Geldes (vgl. Reg. 1324) noch nicht bezahlt haben, sich eidlich zur Begleichung dieser Schuld zu verpflichten. Am selben Ort (wohl in Wien) bringt König (Vladislav) von Böhmen einen der ruthenischen Kleinkönige an den Hof und unterstellt ihn der kaiserlichen Macht.

Überlieferung/Literatur

Rahewini Gesta Frid. Appendix, ed. Waitz - Simson, MG. SS rer. Germ. in us. schol., 348 (zu 1166).

Kommentar

Die Datierung circa festum sancti Petri ist nicht mit letzter Sicherheit aufzulösen, die Reise über die Donau (vgl. Reg. 1495) erfolgte wohl zu Ende Juni/Anfang Juli, der lange Aufenthalt in Wien dauerte wahrscheinlich bis Ende Juli/Anfang August 1165. Zum Geschehen, das höchstwahrscheinlich nach Wien (vgl. Reg. 1495) zu verlegen ist, vgl. Giesebrecht, Kaiserzeit V, 475 sowie Giesebrecht - Simson, Kaiserzeit VI, 446. - Beziehungen Barbarossas in den russischen Raum erwähnt auch Hellmann, in: Probleme des 12. Jahrhunderts. (VuF 12, 1968) 279, doch erweist sich die Angabe, der Staufer habe Andrej Bogoljubskij für den Bau von dessen Pfalz Bogoljubowo Baumeister gesendet, bei näherem Zusehen - vgl. Woronin, Die Kunst der Wladimir - Susdaler Rus, in: Geschichte der russischen Kunst 1 (1957) 230 ff. - als bloßer Hinweis auf "deutsche Meister" bei diesen Bauarbeiten.

 

Verbesserungen und Zusätze (2011):

Mit überzeugenden Argumenten plädiert Lindner, Ein regulus ruthenorum, Zeitschrift für Ostmitteleuropa-Forschung 50 (2001) 347 ff., dafür, in dem ohne Namensnennung erwähnten ruthenischen Kleinkönig Fürst Jaroslav Osmomysl von Halič zu sehen, der damals wohl Lehnsmann des Kaisers wurde und die gegen Byzanz gerichteten Kreise stärken sollte.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,2,2 n. 1498, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1165-06-29_1_0_4_2_2_940_1498
(Abgerufen am 22.01.2017).