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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,2,2

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Elekt Rainald von Köln, Erzkanzler für Italien, entschuldigt sich bei König Ludwig VII. von Frankreich brieflich dafür, daß er trotz kaiserlichen Auftrages, mit ihm und König (Heinrich II.) von England über die Kirchenfrage und die Hilfe für die bedrohte Kirche des Ostens zu verhandeln, wegen der Dauer der mit dem englischen König geführten Gespräche und der Notwendigkeit seiner zeitgerechten Rückkehr ihn nicht habe aufsuchen können. Er bittet ihn, im Hinblick auf seine (Ludwigs VII.) Verwandtschaft mit dem Kaiser nicht den Schismatiker Roland (Alexander III.) zu unterstützen, und stellt in Aussicht, daß der Kaiser nach Beendigung des bevorstehenden Hoftages durch hervorragende Gesandte, möglicherweise durch ihn selbst (Rainald von Dassel) die Verhandlungen wieder aufnehmen werde.

Überlieferung/Literatur

Bouquet, Recueil XVI, 120 no 369; Knipping, Reg. Köln 2, no 817.

Kommentar

In den Ann. Magdeburg., MG. SS XVI, 192 findet sich eine dem hier behandelten Brief entsprechende Erzählung, nach der Rainald König Ludwig aufgesucht habe, dort aber seinen Auftrag wegen der Aktivitäten Bischof (Bartholomäus') von Beauvais nicht habe ausführen können, worauf ein schwerer Streit zwischen den Königen von England und Frankreich entstanden sei. - Zur Legation vgl. Rill, Würzburger Eide, Würzburger Diözesangeschichtsblätter 22 (1960) 8 f. und Ahlers, Die Welfen und die englischen Könige, 44 ff.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,2,2 n. 1471, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1165-05-00_1_0_4_2_2_913_1471
(Abgerufen am 06.12.2016).