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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,2,2

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Friedrich nimmt den Grafen Guido Guerra von Tuszien mit allen Besitzungen in seinen Schutz und verleiht ihm in den namentlich angeführten Gütern alle Regalien und kaiserlichen Hoheitsrechte (videlicet bannum, placitum, districtum, theloneum, pedagium, ripaticum, mercata, molendina, aquas aquarumque decursus, piscationes, venationes, paludes, argenti fodinas, ferri fodinas et quicquid metalli vel thesauri in terra sua inveniri potest, alpes quoque, montes, valles et omnia ea, que ad nos et imperium spectant), mit denen schon der Vater des Grafen belehnt worden ist. - Cristianus canc. vice Rainaldi Coloniensis archiep. et Ytalie archicanc. ; verfaßt und geschrieben von CE; B. 2 laut B. Inter cetera imperialium .

Originaldatierung:
(IIIIo kal. ottubris, in palatio sancti Saluatoris iuxta Papiam)
Siegel:

B. 2 laut B.

Incipit:
Inter cetera imperialium
Schreiber:
verfaßt und geschrieben von CE
Empfänger:
Guido Guerra
Kanzler:
Cristianus canc. vice Rainaldi Coloniensis archiep. et Ytalie archicanc.

Überlieferung/Literatur

Kop.: Notarielle Abschrift von 1295, Staatsarchiv Florenz (B). Drucke: Ficker, Forschungen 4, 179 no 138; MG. DF. I. 462. Reg.: Stumpf 4028b.

 

Verbesserungen und Zusätze (2011):

Herrn Kollegen Paul-Joachim Heinig verdanke ich den ersten Hinweis darauf, dass das bislang verloren geglaubte Original des DF.I.462 für Graf Guido Guerra von Tuszien wieder aufgetaucht ist und vom Antiquariat J. A. Stargardt (Berlin) in Zusammenarbeit mit dem Antiquariat Moirandat Company AG (Basel) am 11. Oktober 2003 in einer Sonderauktion in Basel versteigert worden ist. Nach einer freundlichen Mitteilung des Antiquariats Stargardt vom 16. Oktober 2003 ging das Diplom in den französischen Handel. – Vgl. dazu jetzt Kölzer, Ein wiedergefundenes Original Barbarossas, AfD 49 (2003) 81–90 (Edition auf S. 84–88; Faksimile auf S. 89–90), dem ich auch für die Übermittlung eines Fotos des DF.I. zu danken habe. Das nunmehr bekannte Original bestätigt die kanzleigeschichtliche Zuweisung des Stücks an den Notar Christian E; darüber hinaus bietet es gegenüber der Abschrift aus dem Jahre 1295, die Grundlage der Edition in der DD-Ausgabe war, eine Reihe von verbesserten Lesungen, insbesondere im Hinblick auf die zahlreichen Ortsnamen. Die Liste der dem Grafen bestätigten Besitzungen wird durch das wieder entdeckte Original auch erweitert, da der Kopist infolge eines Augensprungs nicht weniger als sieben Ortsnamen ausgelassen hat („[…] Vespignanum cum tota curte sua, Gattiola cum curte sua, Vezanum cum curte sua, Farnetum cum curte sua, abbatia de Incastro, Padule cum curte sua, Rostolena cum curte sua […]"). – Im Übrigen hat mir die Soprintendenza Archivistica per la Toscana – Firenze des Ministero per i Beni e le Attivita Culturali mit Schreiben vom 18. Juli 2005 bestätigt, dass das Original niemals Teil des nunmehr im Archivio di Stato zu Florenz verwahrten Archivio diplomatico fiorentino war, und dass im Staatsarchiv selbst nur die auch der DD.-Ausgabe zugrunde liegende Abschrift des Aretiner Notars Guido di Orlando vom 23. Juni 1295 vorhanden ist (Signatur: Diplomatico Lunghe, Regio Acquisto Strozzi Ugguccioni 1164, settembre 28).

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,2,2 n. 1405, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1164-09-28_1_0_4_2_2_847_1405
(Abgerufen am 19.01.2017).