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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,2,2

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Friedrich nimmt den Bischof Alberich von Lodi und dessen Kirche mit all ihren namentlich genannten Besitzungen in seinen Schutz und belehnt ihn und seine Nachfolger mit den Regalien (Ista enim sunt regalia, que ei in eisdem locis damus: districtum, fodrum, placitum, bannum, pedagium, toloneum, iurisdiccionem, arimannie, mercata, albergarie, molendina, aque aquarumque ductus, lacus, piscationes, venationes, auqaticum, ripaticum cum ripis, rupinis, pascuis, pratis, silvis, glareis, bona vacancia, cum viis et inviis, divisis et indivisis) in diesen Gütern, behält sich jedoch das kaiserliche Fodrum und die anderen kaiserlichen Gerechtsame vor. Z.: Bischof Garsidonius von Mantua, Markgraf (Wilhelm) von Montferrat, die beiden Kapelläne Magister Stephan und Magister Paganus. - Cristianus canz. vice domini Rainaldi Coloniensis archiep. et Italie archicanz. ; verfaßt und geschrieben von CE. Inter cetera imperialium .

Originaldatierung:
(octavo kal. octubr., Papie in pallacio [!] sancti Saluatoris)
Zeugen:
Bischof Garsidonius von Mantua, Markgraf (Wilhelm) von Montferrat, die beiden Kapelläne Magister Stephan und Magister Paganus
Incipit:
Inter cetera imperialium
Schreiber:
verfaßt und geschrieben von CE
Empfänger:
Alberich Lodi
Kanzler:
Cristianus canz. vice domini Rainaldi Coloniensis archiep. et Italie archicanz.

Überlieferung/Literatur

Kop.: Notarielle Abschrift des 13. Jh., bischöfliches Archiv Lodi (B); Abschrift von 1311, König Heinrich VII. mit der Bitte um Bestätigung vorgelegt (Ughelli, Italia sacra ed. II. 4, 678), ebenda (C). Drucke: Vignati, CD. Laudense 2, 20 no 14; MG. DF. I. 459. Reg.: Stumpf 4028.

Kommentar

1181 wurde dieses D. als Beweismittel in einem Streit mit Uberto da Merlino verwendet; der Erfolg resultierte daraus, daß sich der Gegner der Lodeser Kirche dann dem Spruch des von von den Cremoneser Konsuln delegierten Richters, Ponzone degli Inghiroldi von Cremona, fügen mußte, Vignati, CD. Laudense 2, 117 no 95.

 

Verbesserungen und Zusätze (2011):

Das in DF.I.459 unter den Besitzungen der bischöflichen Kirche von Lodi angeführte Cavenago wurde Bischof Alberico von Lodi später entfremdet und musste ihm gemäß Urteilsspruch des Ponzone degli Inghiroldi von Cremona in dessen Funktion als Delegierter der Konsuln von Cremona vom August 1181 -, S. Pietro di Pirolo (ed. Vignati, CD. Laudense 2, 3 no 95) wieder zurückgestellt werden. – Bischof Alberico war nach dem Beitritt Lodis zur Lega Lombarda und der unter dem bestimmenden Einfluss des Mailänder Erzbischofs durchgeführten Wahl eines neuen Bischofs in seiner Stadt mit dem Kaiser nach Deutschland gezogen, wo er 1168 und 1174 erwähnt wird, vgl. dazu Regg. 1799 (MG.DF.I.546) und 2067 (MG.DF.I.616) sowie Opll, Barbarossa und die Stadt Lodi, in: Kommunale Bündnisse Oberitaliens und Oberdeutschlands im Vergleich, hg. von Helmut Maurer (VuF 33, 1987) 63 ff.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,2,2 n. 1402, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1164-09-24_1_0_4_2_2_844_1402
(Abgerufen am 25.05.2017).