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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,2,2

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Friedrich beruft König Bareso von Sardinien gemeinsam mit Konsul Baldizo von Genua und dessen Gefährten an den Hof und läßt ihm ein besiegeltes Privileg (über seine Erhebung zum König) ausstellen (Reg. 1389). Hinsichtlich der kaiserlichen Forderung nach Bezahlung der zugesagten 4000 Mark Silber (vgl. Reg. 1322) stützt sich der Sarde abermals auf die Genuesen. In den Verhandlungen, für die Friedrich Pfalzgraf (Otto von Wittelsbach), Graf Gebhard (von Leuchtenberg), Bischof (Heinrich) von Lüttich und Erzbischof (Konrad) von Mainz nominiert, wird Bareso schließlich ein Zahlungsaufschub (bis zum 32. Tag) gewährt.

Überlieferung/Literatur

Ann. Ianuenses I, ed. Belgrano, Fonti per la storia d'Italia 11, 162 ff., Ann. Pisani, ed. Gentile, Rer. Ital. SS N. Ed. VI/2, 33 (sprechen von 30.000 Pfund, die Bareso bereits zur Krönung nach Pavia mitgebracht haben soll !).

Kommentar

Diese Geschehnisse sind wohl bald nach dem 3. August, dem Tag der Krönung Baresos (Reg. 1388), zu datieren, da Heinrich von Lüttich, der auch Mitglied der kaiserlichen Delegation war, die in der Folge Genua aufsuchte (Reg. 1398), am 4. September dieses Jahres in Pavia verstarb, vgl. Gesta Fed. I., ed. Holder-Egger, MG. SS rer. Germ. in us. schol., 58 mit Anm. 1.

 

Verbesserungen und Zusätze (2011):

Zur Krönung des Richters Bareso von Sardinien vgl. jetzt die Analyse durch Bernwieser, Ex consilio principum curie, in: Staufisches Kaisertum im 12. Jahrhundert, hg. von Burkhardt, Metz, Schneidmüller und Weinfurter (2010) 205–227; zu Bareso selbst vgl. Quartu, Barisone I d’Arborea (2007).

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,2,2 n. 1390, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1164-08-03_1_0_4_2_2_832_1390
(Abgerufen am 16.01.2017).