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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,2,2

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Friedrich investiert Richter Bareso von Arborea auf Sardinien, der in Begleitung einer Genueser Gesandtschaft an den Hof gerufen worden ist (vgl. Reg. 1383), mit dem Königreich Sardinien, krönt ihn mit der in Genua angefertigten Krone feierlich in S. Siro und läßt ihn durch Bischof Heinrich von Lüttich weihen, wobei er selbst zu Ehren Baresos an diesem Tag ebenfalls die Krone trägt. Bareso leistet ihm den Treueid. Noch an diesem Tag brechen heftige Streitigkeiten zwischen den Genueser und Pisaner Vertretern, von seiten der Pisaner namentlich den Konsuln Henricus de Cane und Benedictus, aus, worauf Friedrich die Ansprüche Pisas auf Sardinien unter Hinweis auf die Rechte des Reiches zurückweist und den Genueser Vertretern die Heimkehr erlaubt.

Überlieferung/Literatur

Acerbus Morena, ed. Güterbock, MG. SS rer. Germ. N. S. VII, 176, Ann. Ianuenses I, ed. Belgrano, Fonti per la storia d'Italia 11, 160 ff., Ann. Pisani, ed. Gentile, Rer. Ital. SS N. Ed. VI/2, 33 (zu August 10), Aegidii Aureaevall. Gesta epp. Leod. l. III cap. 30, MG. SS XXV, 104 (Konsekration durch Heinrich von Lüttich).

Kommentar

Vgl. dazu Opll, Stadt und Reich, 282 und 394 mit Nennung weiterer Literatur.

 

Verbesserungen und Zusätze (2011):

Zur Krönung des Richters Bareso von Sardinien vgl. jetzt die Analyse durch Bernwieser, Ex consilio principum curie, in: Staufisches Kaisertum im 12. Jahrhundert, hg. von Burkhardt, Metz, Schneidmüller und Weinfurter (2010) 205–227; zu Bareso selbst vgl. Quartu, Barisone I d’Arborea (2007).

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,2,2 n. 1388, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1164-08-03_1_0_4_2_2_830_1388
(Abgerufen am 05.12.2016).