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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,2,2

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(Äbtissin) Hildegard (von Bingen) warnt König (!) Friedrich brieflich, behutsam vorzugehen, um nicht wegen seiner mit Blindheit geschlagenen falschen Regierungsweise die Gnade Gottes zu verlieren.

Incipit:
Qui est dicit

Überlieferung/Literatur

Schrader - Führkötter, Echtheit des Schrifttums, 128 f.

Kommentar

Mit Schrader - Führkötter, a. a. O., 128 setzen wir das Schreiben in die Zeit nach dem Tod Viktors IV. (Regg. 1350 -1352), als der Kaiser mit seiner Billigung der Wahl Paschals III. (Reg. 1352) eine Verschärfung des Schismas einleitete.

 

Verbesserungen und Zusätze (2011):

Das Schreiben Hildegards von Bingen an König Friedrich I. (Incipit: Qui est dicit) ist jetzt ediert in: Hildegardis Bingensis Epistolarium, Pars III, ed. van Acker – Klaes-Hachmöller (Corpus Christianorum Cont. Medievalis, XCIb, 2001) 75 no 315 (zu: „nach April 1164? oder 1154–59?“). Wir haben das Schreiben in unseren Regesten zweimal behandelt, nämlich auch unter Reg. 1803 (siehe dazu hier in den Nachträgen unten „zu Reg. 1803“). – Altenburg, Soziale Ordnungsvorstellungen, 140 f. mit Anm. 170, betont, dass es nach kodikologischem Befund keinesfalls in die Epoche des Ausbruchs des Schismas seit 1159 gehören könne und der dem Staufer zugelegte Titel imperator nur in der Überschrift einer jüngeren Überlieferung vorkomme, und sieht das Schreiben in Zusammenhang mit der Absetzung Erzbischof Heinrichs von Mainz im Jahre 1153, siehe dazu Reg. 187.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,2,2 n. 1349, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1164-04-20_3_0_4_2_2_791_1349
(Abgerufen am 30.03.2017).