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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,2,2

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Friedrich berichtet dem Erzbischof Eberhard von Salzburg , daß er im Zusammenhang mit den Wirren im Königreich Ungarn bereits drei Gesandtschaften, nämlich solche des Knaben (Stephan III.), der nach der Vertreibung seines Oheims die Macht an sich gerissen habe, und dieses Oheims (Stephan IV.) und zahlreicher Herren und Edelleute Ungarns, die sich bereitwillig der Reichsherrschaft unterstellten, empfangen habe und empfiehlt ihm seine eigenen Gesandten, den Magister Heinrich, Protonotar des kaiserlichen Hofes, und den Grafen Heinrich von Diez, die ihn über die Geschehnisse unterrichten werden und für die er um freies Geleit ersucht. - Wohl vom selben Verfasser wie DF. I. 432 (Reg. 1329). Quoniam honorem nostrum .

Incipit:
Quoniam honorem nostrum
Empfänger:
Eberhard Salzburg

Überlieferung/Literatur

Kop.: Abschrift des 16. Jh. im Cod. XI 671 f. 522, Landesbibliothek Hannover (D). Drucke: Hödl - Classen, Salzburger Briefsammlung, MG. Briefe VI, 178 no 20; MG. DF. I. 431. Reg.: Meiller, Reg. archiep. Salisburg. 463 no 63 zu 1157.

Kommentar

Zu den Hintergründen der ungarischen Wirren vgl. Hóman, Geschichte des ungarischen Mittelalters 1, 393 ff., zur zeitlichen Einordnung vgl. Hausmann, Reichskanzlei 159 f. sowie die letzte Nennung Graf Heinrichs von Diez bei Hofe (Reg. 1306); Georgi, Barbarossa und die auswärtigen Mächte, 98 ff. plädiert für 1163. - Zu den ungarischen Gesandtschaften vgl. auch Reg. 1324. - An der Kurie glaubte man jedenfalls an einen bevorstehenden Kriegszug des Kaisers gegen Ungarn, vgl. das Schreiben Alexanders III. an Erzbischof Eberhard von Salzburg von 1163 Mai 29 (Reg. 1204) und dazu Holtzmann, Alexander III. und Ungarn, Ungar. Jahrbücher 6 (1927) 417 Anm. 3.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,2,2 n. 1327, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1164-02-09_1_0_4_2_2_769_1327
(Abgerufen am 27.05.2017).