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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,2,2

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Erzkanzler (Rainald von Dassel) kommt (als Reichslegat) nach Genua, wo er von dem erneuten Ausbruch von Kämpfen zwischen Genua und Pisa (vgl. Reg. 1103) erfahrt. Er befiehlt, daß acht Genuesen und acht Pisaner als Gesandte an den kaiserlichen Hof nach Turin ziehen mögen, um dort die kaiserliche Entscheidung entgegenzunehmen. Genua entsendet den Konsul Grimaldus sowie Capudorgogii, Lanfrancus Piper, Corsus, Kanzler Obert, Symon Aurie, Baldizonus Usus maris, Bigotus, Guido von Lodi und Oto von Mailand. Die Pisaner Delegation besteht aus den Konsuln Henricus Canis und Petrus Albithonis, dem Rechtsgelehrten Contulinus, Sohn des Ugo Sismundi, dem Rechtskundigen Rainerius weiland Gaetani und dessen Bruder Marzuccus und dem Gerardus weiland Guffredi.

Überlieferung/Literatur

Ann. Ianuenses I, ed. Belgrano, Fonti per la storia d'Italia 11, 71, Ann. Pisani, ed. Gentile, Rer. Ital. SS N. Ed. VI/2, 27 f.; vgl. Knipping, Reg. Köln 2, no 746.

Kommentar

Die Genueser und Pisaner Annalen spiegeln die politische Auffassung ihrer eigenen Stadt gegenüber dem jeweiligen Rivalen. Nur die Genueser Annalen berichten vom Befehl Rainalds, während die Pisaner Quelle es so darstellt, als hätten die Genuesen aus eigenem Antrieb den Hof aufgesucht und dort versucht, mittels des Einsatzes von Geld zum Ziel zu gelangen (vgl. dazu aber auch Reg. 1118). Von den wiederaufgeflammten Kämpfen - besonders um die Insel Pianosa - wissen aber beide Quellen zu berichten: Die Ann. Pisani geben dabei auch Daten, den 8., 14. und 22. Juli, an, was eine zeitliche Einordnung von Rainalds Auftreten in Genua (nach Juli 22) zuläßt.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,2,2 n. 1111, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1162-07-22_1_0_4_2_2_553_1111
(Abgerufen am 20.08.2017).