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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,2,2

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Friedrich vereinbart mit Graf Heinrich von Troyes, der von König Ludwig VII. von Prankreich an den kaiserlichen Hof entsandt worden ist, um Verhandlungen über die Beendigung des Schismas einzuleiten und ein Treffen zu arrangieren, ein Freundschaftsbündnis. Das Treffen der beiden Herrscher wird für den 29. August in S. Jean-de-Losne angesetzt, wo ein Schiedsgericht von fünf viktorinischen und fünf alexandrinisch-französischen Bischöfen bei einem Konzil die Prage der zwiespältigen Papstwahl in Gegenwart Alexanders III. und Viktors IV. klären soll. Im Fall des Nichterscheinens eines der beiden Kandidaten möge sofort der andere anerkannt werden. Der Graf verpflichtet sich für den Fall, daß der französische König den Vereinbarungen nicht beitreten werde, seine französischen Lehen fortan vom Kaiser zu Lehen zu nehmen.

Überlieferung/Literatur

Vgl. Regg. 1083-1086 sowie Acerbus Morena, ed. Güterbock, MG. SS rer. Germ. N. S. VII, 164 f., Boso, ed. Duchesne, 405 f., Chron. reg. Col., ed. Waitz, MG. SS rer. Germ. in us. schol., 112, Helmold von Bosau l. I cap. 91, ed. Schmeidler, MG. SS rer. Germ. in us. schol. (3 1937) 177, Ex Hugonis Pictavini Libro de Libertate monasterii Vizeliacensis, MG. SS XXVI, 146 f., Romuald von Salerno, ed. Garufi, Rer. Ital. SS N. Ed. VII/1, 250, Sigeb. Cont. Aquicinct., MG. SS VI, 409 (zu 1161), Vinzenz von Prag, MG. SS XVII, 680 (zu 1163).

Kommentar

Nach Boso, Helmold von Bosau und Romuald von Salerno ging die Initiative vom Kaiser aus, nach der Chron. reg. Col., Hugo von Poitiers, Sigeb. Cont. Aquicinct. und Vinzenz von Prag wurde zuerst die französische Seite aktiv, was Heinemeyer, Verhandlungen an der Saône, DA 20 (1964) 160 und Schmale, Friedrich I. und Ludwig VII., Zs. f. bayer. LG 31 (1968) 329 ff. als zutreffend erweisen. Schmale, ebda. gelingt es, unter Hinweis auf die in der Gestorum abb. Trudon. Cont. secunda, MG. SS X, 348 erwähnte Ladung des Abtes Wirich von S. Trond zu einem Hoftag nach Besançon, die diesem schon zu Pfingsten 1162 (27. Mai) durch Bischof Heinrich von Lüttich übersandt wurde, nachzuweisen, daß die Vereinbarungen über das Treffen wohl schon im Mai 1162 mit dem Grafen von Troyes im Detail ausgehandelt wurden. Er widerlegt damit Heinemeyer, a. a. O., 162 f., der für den Mai von einem "Vorvertrag" spricht und den endgültigen Vertrag nach dem - wohl doch nicht in allem vertrauenswürdigen - Bericht des Hugo von Poitiers zu Ende Juni ansetzen möchte.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,2,2 n. 1082, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1162-00-00_1_0_4_2_2_524_1082
(Abgerufen am 29.03.2017).