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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,2,2

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Friedrich investiert den neuen Patriarchen von Aquileia, (Udalrich II.), nach dessen Obödienzeid für Papst Viktor IV., den er auch aufzusuchen versprechen muß, mit den Regalien des Patriarchates und des Bistums Belluno. Als der Patriarch wegen - vorgeschützter - Krankheit abreist, gibt er ihm den aus Köln stammenden kaiserlichen Notar Burchard als Legaten mit, der ihn in die Regalien einweisen und danach für Viktor IV. in Kärnten und Ungarn tätig sein soll.

Überlieferung/Literatur

Erwähnt in Reg. 1007; vgl. auch Chron. reg. Col., ed. Waitz, MG. SS rer. Germ. in us. schol., 107 f. (zu Cremona).

Kommentar

Vgl. dazu Güterbock, Le lettere, Boll. dell'ist. stor. ital. 61 (1949) 52 Anm. 2-4, der das Ereignis entgegen den Angaben der Kölner Königschronik nach Lodi verlegt; vgl. dazu auch Reg. 986. - Zur Unterstellung von Belluno unter Aquileia vgl. Regg. 837 und 981. Der Widerspruch zu Reg. 981 (Belluno) ist entweder durch ein Schwanken der kaiserlichen Politik oder dadurch zu erklären, daß die Belehnung Pilgrims mit Belluno doch schon vor dem 1. September erfolgt war. - Zur Person des Legaten Burchard vgl. jetzt Herkenrath, Reichskanzlei 1174 bis 1180, 45 f. - Zur politischen Haltung des Patriarchen im Schisma vgl. auch Ohnsorge, Legaten Alexanders III., 46 f. und 115 f.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,2,2 n. 994, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1161-09-00_1_0_4_2_2_436_994
(Abgerufen am 15.12.2017).