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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,2,2

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Friedrich nimmt das Prämonstratenserstift Cappenberg auf Bitten Propst Ottos, seines Verwandten, und der Kanoniker nach dem Vorbild seines Vorgängers, Kaiser Heinrichs IV. (= V.), in seinen Schutz und bestätigt ihm die Augustinerregel und die genannten Besitzungen, im besonderen Lenklar, Herbern, die Kirche zu Saerbeck sowie bestimmte Zehentrechte. Z.: Erzbischof Hillin von Trier, die Bischöfe Friedrich von Münster, Heinrich von Lüttich, Gottfried von Utrecht, Werner von Minden, Evergis von Paderborn, Hermann (Helimannus) von Verden, Albero von Verdun und Wilmar von Brandenburg, die Fürsten Pfalzgraf Konrad bei Rhein, Pfalzgraf Otto von Wittelsbach, Herzog Friedrich von Schwaben und Landgraf Ludwig (von Thüringen). - Reinaldus Coloniensis archiep. et archicanc. ; in Wiederholung der Bestimmungen des Privilegs Papst Eugens III. von 1153 Januar 2 (JL. 9676; Erhard, CD. Westfal. 2, 68 no 286; VU. I) und unter Heranziehung des DH. V. Stumpf 3182 (VU. II) geschrieben von einem italienischen Gelegenheitsschreiber, das aller Wahrscheinlichkeit nach vorausgefertigte Eschatokoll stammt von der Hand des Kanzleinotars UB; SI. 2. Religiosam vitam eligentibus .

Zeugen:
Erzbischof Hillin von Trier, die Bischöfe Friedrich von Münster, Heinrich von Lüttich, Gottfried von Utrecht, Werner von Minden, Evergis von Paderborn, Hermann (Helimannus) von Verden, Albero von Verdun und Wilmar von Brandenburg, die Fürsten Pfalzgraf Konrad bei Rhein, Pfalzgraf Otto von Wittelsbach, Herzog Friedrich von Schwaben und Landgraf Ludwig (von Thüringen)
Siegel:

SI. 2.

Incipit:
Religiosam vitam eligentibus
Schreiber:
in Wiederholung der Bestimmungen des Privilegs Papst Eugens III. von 1153 Januar 2 (JL. 9676; Erhard, CD. Westfal. 2, 68 no 286; VU. I) und unter Heranziehung des DH. V. Stumpf 3182 (VU. II) geschrieben von einem italienischen Gelegenheitsschr
Empfänger:
Cappenberg
Kanzler:
Reinaldus Coloniensis archiep. et archicanc.

Überlieferung/Literatur

Orig.: Archiv zu Cappenberg (A). Drucke: Erhard, CD. Westfal. 2, 96 no 325; Grundmann, Cappenberger Barbarossakopf 111 no 4; MG. DF. I. 333. Faks.: Kaiserurkunden in Abb. X, 9; Koch, Reichskanzlei Abb. 3 Teilfaks. Reg.: Wauters, Table chronol. 7/1, 278; Stumpf 3912.

Kommentar

Die genaue zeitliche Einordnung ergibt sich aus der Erwähnung des Lodeser Konzils in der Datierung. Zur Schriftbestimmung vgl. Koch, Reichskanzlei 41 f. - Zum D. und zu den Besitzungen des Stiftes vgl. Petry, Cappenberg, AfD 18 (1972) 271 ff. und 19 (1973) 88 ff. - Der genannte Propst Otto war der Taufpate Barbarossas, vgl. Reg. 2. - Zu den Geschenken Barbarossas an Otto von Cappenberg, dem "Cappenberger Barbarossa-Kopf" und der sog. Taufschale Friedrichs I., vgl. Die Zeit der Staufer Bd. 1 (Katalog der Ausstellung, Stuttgart 1977) 393 ff. Nr. 535-536.

 

Verbesserungen und Zusätze (2011):

Zum Cappenberger Barbarossakopf vgl. zuletzt Saurma-Jeltsch, Rom und Aachen, in: Die Verwandlungen des Stauferreichs, hg. von Schneidmüller – Weinfurter – Wieczorek (2010) 274–281, die ausführt (280): „Nicht ein Abbild des Äußeren, sondern ein Bild seiner (= des Kaisers) Tugendqualitäten, … wurde in diesem Kopf zum Ideal des Herrschers schlechthin apostasiert. Verschmolzen mit Karl dem Großen und dank der Assoziation mit Kopfreliquiaren erfährt das Reich im Herrscherideal eine sakrale Überhöhung.“ – Siehe auch Nilgen, Staufische Bildpropaganda, in: Die Staufer und Italien, Bd. 1 (2010) 87–90, des Weiteren: Die Staufer und Italien, Bd. 2 (2010): Objekte, 34–36 Kat.-Nr. II.A.16 und II.A.18–25 (Reliquienbehältnisse aus dem Cappenberger Barbarossakopf), sowie Schwedler, Kaisertradition und Innovation, in: Staufisches Kaisertum im 12. Jahrhundert, hg. von Burkhardt, Metz, Schneidmüller und Weinfurter (2010) 248 f.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,2,2 n. 960, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1161-06-00_4_0_4_2_2_402_960
(Abgerufen am 26.02.2017).