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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,2,2

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Friedrich nimmt das Benediktinerkloster S. Maria di Crespino samt seinen Gütern in seinen Schutz, befreit seine Hintersassen von der Herrschaft der Florentiner, Faentiner, der Grafen Guidi (von Modigliana) und anderer genannter Adeliger (ab illis de Pisce, a Paganis et a Gattarigis, a Gulfis et ab Vbaldinis), unterstellt es unmittelbar dem Reich, verleiht ihm das Recht, einen Wegzoll bestimmter Höhe zu Paracapello, wo die Mönche eine Brücke und ein Hospital zu errichten geloben, einzuheben, überträgt ihm die von Juden, Barbaren und Häretikern eingezogenen Güter (spolia) zum Zweck der Armenfürsorge und verleiht ihm zum Dank für die Unterstützung des Herzogs von Bayern auf dessen Weg nach Florenz das Recht der Notarsernennung, wofür er auf die Unterstützung des Klosters in der Toskana und der Romaniola rechnet. Z.: die Herzoge (!) von Bayern und Sachsen sowie Danesius, dessen Kämmerer. - Rainaldus Coloniensis archiep. et Yntalia (!) archicanc. ; nach einem nicht weiter bekannten Diplom des Notars CE (wohl etwa von 1164 Januar, vgl. DF. I. 426 = Reg. 1303) im 13. Jh. abgefaßt. Quoniam teneremur ante tribunal .

Originaldatierung:
(IIIIo idus ottubris, Castrocarii)
Zeugen:
die Herzoge (!) von Bayern und Sachsen sowie Danesius, dessen Kämmerer
Incipit:
Quoniam teneremur ante tribunal
Schreiber:
nach einem nicht weiter bekannten Diplom des Notars CE (wohl etwa von 1164 Januar, vgl. DF. I. 426 = Reg. 1303) im 13. Jh. abgefaßt
Empfänger:
S. Maria di Crespino
Kanzler:
Rainaldus Coloniensis archiep. et Yntalia (!) archicanc.

Überlieferung/Literatur

Fälschung; Angebl.Orig.: Staatsarchiv Florenz (A). Drucke: Lami, Deliciae erudit. 3, 188; MG. DF. I. 1047. Reg.: Stumpf 3899.

Kommentar

Nach einer notariellen Beglaubigung von 1321 (ebenfalls im Staatsarchiv Florenz) soll das verlorene Siegel auf der Rückseite einen gekrönten Adler gezeigt haben, was in jedem Falle unzeitgemäß ist (Rücksiegel erst ab der Epoche Heinrichs VII.). - Zur diplomatischen Kritik vgl. gegen Scheffer-Boichorst, Forschungen, NA 24 (1899) 168 die Vorbemerkung zum D.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,2,2 n. †918, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1160-10-12_1_0_4_2_2_360_F918
(Abgerufen am 29.05.2017).