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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,2,2

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Friedrich verleiht den Edlen Hugo, Bertrand und Gerbert von Baux , ihrer Mutter Gräfin Stephanie und ihren Erben das Recht, in Arles, Aix und auf der Burg Trinquetaille Münzen prägen zu lassen, die im gesamten Königreich Provence, wo es seit langem keine eigene Münze gab, gültig sein sollen, und belehnt sie mit allen ererbten und hinzuerworbenen Besitzungen, wofür sie ihm die üblichen Kriegs- und Hofdienste schuldig sind, behält sich jedoch in allem die kaiserlichen Rechte vor. Z.: Bischof Hermann von Verden, Kanzler Ulrich, Pfalzgraf Otto (von Wittelsbach), Graf Robert, Oheim des Kaisers, Burggraf (Burchard) von Magdeburg, Markgraf Wilhelm von Montferrat und Graf Guido von Biandrate (Prandensis), Abt Bernhard von Breme. - In Wiederholung des DK. III. 132 wohl vom kaiserlichen Hofrichter Guibertus de Bornado geschrieben, die selbständig formulierten Teile entsprechen der Art des RG; B. 2. laut Reg. von Hirsch und Corroboratio. Principalem munificentiam decet .

Zeugen:
Bischof Hermann von Verden, Kanzler Ulrich, Pfalzgraf Otto (von Wittelsbach), Graf Robert, Oheim des Kaisers, Burggraf (Burchard) von Magdeburg, Markgraf Wilhelm von Montferrat und Graf Guido von Biandrate (Prandensis), Abt Bernhard von Breme
Siegel:

B. 2. laut Reg. von Hirsch und Corroboratio.

Incipit:
Principalem munificentiam decet
Schreiber:
In Wiederholung des DK. III. 132 wohl vom kaiserlichen Hofrichter Guibertus de Bornado geschrieben, die selbständig formulierten Teile entsprechen der Art des RG
Empfänger:
Baux

Überlieferung/Literatur

Kop.: Abschrift von ca. 1518 im Fonds Principauté d'Orange E 14 f. 191', Departementalarchiv Avignon (C). Druck: MG. DF. I. 316. Reg.: Hirsch, Urkundenfälschungen, 163 no 2: französisches Regest aus einem Urkundenrepertorium von Orange des 17. Jh. im cod. 5241 f. 4', Stadtbibliothek (Musée Calvet) Avignon; De Font-Réaulx, in: Provence Historique 4, 148 no 2; Stumpf 3894.

Kommentar

Die zeitliche Einordnung ergibt sich aus der Nennung des sechsten Kaiserjahres in der Datierung. - Das D. wurde zwei Jahre später durch D. 382 (Reg. 1125) kassiert. - Zum Inhalt vgl. Kaiser, Münzprivilegien, VjSSWG 63 (1976) 336. - Zur Goldbulle vgl. auch Reg. 1125.

 

Verbesserungen und Zusätze (2011):

Eine Identifizierung des als advunculus des Kaisers bezeichneten Grafen Robert in der Zeugenreihe des DF.I.316 muss offen bleiben, vgl. dazu Schieffer, Barbarossa und seine Verwandten, in: De litteris, manuscriptis, inscriptionibus … FS. zum 65. Geburtstag von Walter Koch (2007) 588.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,2,2 n. 887, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1160-06-18_1_0_4_2_2_329_887
(Abgerufen am 22.09.2017).