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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,2,2

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Bischof Eberhard von Bamberg unterrichtet Erzbischof Eberhard von Salzburg über die Gefahr des Ausbruchs eines Streites zwischen Kaiser und Papst. Er berichtet über die seitens der päpstlichen Legaten Oktavian und Wilhelm erhobenen, schwerwiegenden Forderungen, die der Kaiser rechtlich klären lassen möchte und wogegen er (der Kaiser) schwere Anschuldigungen wegen des Bruches des Übereinkommens (des Konstanzer Vertrages, Reg. 164 und 169) durch den Papst sowie wegen der ohne seine Genehmigung durchgeführten Reisen der Kardinäle durch das Reich erhebt Des weiteren sei auch eine stadtrömische Gesandtschaft bei Hofe günstig aufgenommen und wieder entlassen worden. Die auf Bitten der Kardinäle nach Rom entsandten kaiserlichen Boten (Reg. 745) sollen entweder mit dem Papst oder dem Senat und Volk von Rom Frieden schließen. Friedrich erwarte derzeit die Kaiserin, den Herzog von Bayern und Sachsen sowie weitere Fürsten und Truppen, während er einige der Vornehmsten aus Mailand und Brescia gefangenhalte.

Überlieferung/Literatur

Rahewini Gesta Frid. l. IV cap. 34, ed. Waitz - Simson, MG. SS rer. Germ. in us. schol., 276 f.

Kommentar

Dieses Schreiben ist neben Reg. 738 die einzige Quelle für die Verhandlungen des Kaisers mit der Kurie und der Stadt Rom, vgl. Regg. 723 und 745. Die Datierung (vgl. dazu Maccarrone, Papato e Impero, 304 ff.) ergibt sich nicht zuletzt aus den Hinweisen am Schluß des Schreibens, trafen doch die Kaiserin und Heinrich der Löwe am 20. Juli 1159 im Lager vor Crema ein, vgl. Reg. 741.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,2,2 n. 739, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1159-07-20_1_0_4_2_2_181_739
(Abgerufen am 26.03.2017).