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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,2,2

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Friedrich empfängt zum festgesetzten Termin (vgl. Reg. 663) im Königshof Marengo eine mailändische Gesandtschaft unter der Führung Erzbischof Oberts von Mailand. Der Metropolit verläßt wegen einer wirklichen oder nur vorgeschützten Krankheit den Hof, bei den Verhandlungen kommt es zu keiner Einigung. Gegen das Versprechen, bis zur Oktav nach Ostern (19. April) Genugtuung zu leisten, und den Eid, gegenüber anderen Städten den Frieden zu wahren, werden die Mailänder entlassen.

Überlieferung/Literatur

Rahewini Gesta Frid. l. IV cap. 27, ed. Waitz - Simson, MG. SS rer. Germ. in us. schol., 271 f., Vinzenz von Prag, MG. SS XVII, 676.

Kommentar

Giesebrecht - Simson, Kaiserzeit VI, 374 nehmen an, daß die bei Vinzenz überlieferte Frist für die Genugtuung durch die Mailänder wohl nicht genau zu nehmen ist. - Bei Rahewin heißt es, die Mailänder hätten sich auf den Vorwurf des Eidbruchs hin folgendermaßen verantwortet: Iuravimus quidem, sed iuramentum adtendere non promisimus. An diese Stelle hat Erler, Die Ronkalischen Gesetze, ZRG g. A. 61 (1941) 127 ff. seine These von einem Geheimabkommen Barbarossas mit den Mailändern vom Herbst 1158 geknüpft, die jedoch nicht aufrechterhalten werden kann, vgl. dazu Opll, Stadt und Reich, 327 ff. - Zum Königshof Marengo, ab 1167/68 Bestandteil der Stadt Alessandria, vgl. Opll, a. a. O., 183 f.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,2,2 n. 666, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1159-02-00_1_0_4_2_2_108_666
(Abgerufen am 24.10.2017).