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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,2,1

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Friedrich bestätigt auf Bitten des Erzbischofs Hartwig von Hamburg seiner Kirche die ihr durch ein vorgelegtes Diplom Kaiser Ludwigs (des Frommen) verliehenen Rechte, namentlich aus einer Schenkung Karls des Großen (a sanctissimo imperatore Karolo magno) die Zelle Ronse (Rodenach) und die von Ludwig (dem Frommen) geschenkte Zelle Torhout (Turholt) in der Grafschaft Flandern, weiters die Metropolitangewalt über die Völker des Nordens, nämlich die Dänen, Schweden, Norweger, Bewohner der Faröer (Farrię), Grönländer (Grunlandonum), Bewohner von Helsingland (Halsingolandonum), Isländer (Islandonum) und Bewohner von Skridefinnen (Scredeuindonum), sowie die von Ludwig gezogenen, dann wieder von Kaiser Otto (I.) auf Rat der Fürsten festgesetzten und genannten Grenzen seines Sprengels mit allem innerhalb derselben gelegenen Bruchland an der Elbe (paludes infra sive iuxta Albiam positas). Z.: Erzbischof Arnold von Mainz, die Bischöfe Eberhard von Bamberg, Gebhard von Würzburg, die Pröpste Albert von Aachen, Gerard von Magdeburg, Herzog Friedrich von Schwaben, Pfalzgraf Konrad bei Rhein, Landgraf Ludwig von Thüringen, Markward von Grumbach. - Reinaldus canc. vice Mogontini archiep. et archicanc. ; unter Verwendung des D. Ludwigs des Frommen B.-Mühlbacher2 Reg. 928 (VU.) und Heranziehung des im Cod. Udalrici (ed. Eccard no 88) enthaltenen Formulargutes im Stil der Reichskanzlei, möglicherweise von AH (Albert), verfaßt und von ZB mundiert (vgl. Reg. 532); SI. D. In examine cuncta .

Originaldatierung:
(XVII kal. aprilis, Frankenevorth)
Zeugen:
Erzbischof Arnold von Mainz, die Bischöfe Eberhard von Bamberg, Gebhard von Würzburg, die Pröpste Albert von Aachen, Gerard von Magdeburg, Herzog Friedrich von Schwaben, Pfalzgraf Konrad bei Rhein, Landgraf Ludwig von Thüringen, Markward von Grumbach
Siegel:

SI. D.

Incipit:
In examine cuncta
Schreiber:
unter Verwendung des D. Ludwigs des Frommen B.-Mühlbacher2 Reg. 928 (VU.) und Heranziehung des im Cod. Udalrici (ed. Eccard no 88) enthaltenen Formulargutes im Stil der Reichskanzlei, möglicherweise von AH (Albert), verfaßt und von
Empfänger:
Hartwig Hamburg
Kanzler:
Reinaldus canc. vice Mogontini archiep. et archicanc.

Überlieferung/Literatur

Orig.: Staatsarchiv Hannover, 1943 durch Kriegseinwirkung vernichtet (A). Drucke: Lappenberg, Hamburg. UB. 1, 190 no 208; Rydberg, Sverges Traktater 1, 75 no 41; Hasse, Schlesw.-Holst.-Lauenburg. Reg. 1, 47 no 100; MG. DF. I. 209. Reg.: Conrad, Pommersches UB. 1 ed. II., 49 no 46; May, Reg. d. Erzb. v. Bremen 1, 139 no 534; Stumpf 3802.

Kommentar

Zur Fälschungsfrage vgl Dehio, Hartwich von Stade 120 und Glaeske, Erzbischöfe von Hamburg-Bremen (Qu. u. Darst. zur Gesch. Ndsachs. 60, 1962) 152 ff. - Die genannte Urkunde Ottos (I.) mit der genauen Grenzziehung ist nicht erhalten. - Vgl. zum Diplom auch Koudelka, Papsturkunden, RHM 3 (1958-60) 121, der darauf hinweist, daß sich die Bestätigung der Metropolitangewalt über den Norden gegen den Primat Eskils von Lund richtete.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,2,1 n. 534, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1158-03-16_3_0_4_2_1_536_534
(Abgerufen am 17.01.2017).