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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,2,1

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Friedrich nimmt die von Rudolf von Fluntern (Fl?ntrein) gemeinsam mit seiner Gemahlin Lieba, seiner Tochter Berchta und deren Söhnen Rudolf und Rüdiger gestiftete und (dem Zürcher Großmünsterstift) SS. Felix und Regula übertragene Zelle St. Martin auf dem Zürichberg (cellam ... in monte Turegico sitam, ... in honore dei et beati Martini) in seinen Schutz, bestätigt ihr die genannten Besitzungen, gewährt die freie Wahl der Pröpste oder Magister ohne Erfordernis der Investitur von geistlicher oder weltlicher Seite, untersagt jegliches Verfügungsrecht des Zürcher Propstes oder seiner Mitbrüder über die Zelle, die nur einmal jährlich am Fest SS. Felix und Regula (September 11) zur Abgabe einer Kerze im Gewicht eines Zürcher Pfundes (candelam ponderantem Turegensem libram) an das übergeordnete Stift verpflichtet ist, und verbietet die Einsetzung von Untervögten. Z.: die Bischöfe Hermann von Konstanz, Friedrich von Köln, Konrad von Augsburg ( Augustunensis), Konrad von Worms, Herzog Welf von Ravensburg, die Grafen Ulrich von Lenzburg, Kuno von Tettnang, Gottfried von Zimmern, Heinrich von Heiligenberg (Sancto Monte), Gottfried von Ronsberg (Růmesberc), Egeno von Urach (Vra), Emicho (Egeno) von Leiningen und Tiepold von Berg. - Arnoldus canc. vice Heinrici archiep. et archicanc. ; unter Verwendung von DK. III. 268 (VU. I), der Stiftungsurkunde von 1127 Februar 18 (Escher-Schweizer, Züricher UB. 1, 160 no 276; VU. II), des Privilegs Papst Anastasius' IV. von 1154 Mai 31 (JL. 9914; Germ. pont. 2/2, 50 no 1; VU. III) und der undatierten Urkunde Bischof Hermanns von Konstanz aus den Jahren 1153-55 (Züricher UB. 1, 185 no 303) geschrieben von einem Empfängerschreiber; SI. D. Si antecessorum nostrorum .

Originaldatierung:
(V idus februarii, Ulmo)
Zeugen:
die Bischöfe Hermann von Konstanz, Friedrich von Köln, Konrad von Augsburg ( Augustunensis), Konrad von Worms, Herzog Welf von Ravensburg, die Grafen Ulrich von Lenzburg, Kuno von Tettnang, Gottfried von Zimmern, Heinrich von Heiligenberg (Sancto Monte), Gottfried von Ronsberg (Růmesberc), Egeno von Urach (Vra), Emicho (Egeno) von Leiningen und Tiepold von Berg
Siegel:

SI. D.

Incipit:
Si antecessorum nostrorum
Schreiber:
unter Verwendung von DK. III. 268 (VU. I), der Stiftungsurkunde von 1127 Februar 18 (Escher-Schweizer, Züricher UB. 1, 160 no 276; VU. II), des Privilegs Papst Anastasius' IV. von 1154 Mai 31 (JL. 9914; Germ. pont. 2/2, 50 no 1; VU
Empfänger:
St. Martin Zürichberg
Kanzler:
Arnoldus canc. vice Heinrici archiep. et archicanc.

Überlieferung/Literatur

Orig.: Staatsarchiv Zürich (A). Kop.: Abschrift von ca. 1490 im Urbar des Klosters Zürichberg Ms. S. 48 p. 273 der Stadtbibliothek Zürich (B). Drucke: Stumpf, Acta ined. 677 no 481; Escher-Schweizer, Züricher UB. 1, 192 no 312; MG. DF. I. 205. Reg.: Hidber 2, no 2056; Stumpf 3799.

Kommentar

Formale Verstöße und Ungeschicklichkeiten sind dem Empfängerschreiber anzulasten, sprechen also nicht gegen die Echtheit, die von Hirsch, Privilegien süddeutscher Klöster, MIÖG Erg. Bd. 7 (1907) 589 ff. gegen die Ansicht der älteren Literatur nachgewiesen werden konnte; aus der Empfängerausfertigung erklärt sich somit auch die Nennung Erzbischof Friedrichs von Köln als Bischof nach dem Konstanzer Bischof Hermann. - Das Siegel wurde herausgeschnitten, wodurch das Diplom vielleicht für ungültig erklärt wurde; andererseits weist das Pergamentblatt aber eine Plica mit je zwei Löchern auf, was wiederum auf eine nachträgliche Beglaubigung durch Hängesiegel hinweist. - Zum übergeordneten Großmünsterstift und der Zelle auf dem Zürichberg vgl. Germ. pont. 2/2, 44 ff. und 48 ff.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,2,1 n. 527, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1158-02-09_1_0_4_2_1_529_527
(Abgerufen am 29.05.2017).