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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,2,1

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Friedrich bestätigt dem Stift Seckau (Sec잒ensi ecclesie) auf Intervention Erzbischof Eberhards von Salzburg die genannten Schenkungen des Stifters Adalram (von Waldeck) einschließlich des Heiratsgutes von dessen Gattin Richenza, das ihm anläßlich eines Aufenthalts Konrads III. in Friesach (Frisacum) über Klage der Richenza aberkannt, aber sogleich von beiden Eheleuten gemeinsam wieder übereignet worden war, was aber wegen des Todes des Königs nicht mehr hatte beurkundet werden können. Z.: Bischof Daniel von Prag, Archikapellan und Notar Heinrich, Pfalzgraf Otto (von Wittelsbach) und sein Bruder Friedrich, Burggraf Heinrich von Regensburg, Graf Ernst von Hohenburg, Markward von Grumbach, Eberhard von Frickendorf, Heinrich von Weichberg (Wikperch). - Von zwei kanzleifremden Händen, deren eine wohl dem Empfänger bzw. dem Salzburger Bereich zuzuordnen ist, nach Vorlage des Empfängerentwurfs eines Diploms Konrads III. für Seckau (DK. III. 273) mundiert; S. nur ein rundes Wachsstück ohne Stempelauflage erhalten. Quoniam quidem ius .

Zeugen:
Bischof Daniel von Prag, Archikapellan und Notar Heinrich, Pfalzgraf Otto (von Wittelsbach) und sein Bruder Friedrich, Burggraf Heinrich von Regensburg, Graf Ernst von Hohenburg, Markward von Grumbach, Eberhard von Frickendorf, Heinrich von Weichberg (Wikperch)
Incipit:
Quoniam quidem ius
Schreiber:
Von zwei kanzleifremden Händen, deren eine wohl dem Empfänger bzw. dem Salzburger Bereich zuzuordnen ist, nach Vorlage des Empfängerentwurfs eines Diploms Konrads III. für Seckau (DK. III. 273) mundiert; S. nur ein rundes Wachsstück ohne Stempelauflage er
Empfänger:
Seckau

Überlieferung/Literatur

Orig.: Landesarchiv Graz (A). Drucke: Zahn, UB. des Herzogthums Steiermark 1, 375 no 395 ; MG. DF. I. 202. Reg.: Stumpf 3796.

Kommentar

Die Echtheit dieses D., das einige grobe Unregelmäßigkeiten, wie etwa den Titel patricius in der Signumzeile oder auch die Bezeichnung des Protonotars Heinrich in der Zeugenreihe als archicapellanus, aufweist, wurde von Appelt, Seckau, MIÖG 67 (1959) 92 ff. erwiesen. - Die kanzleiwidrige Art der Befestigung des Siegels, das mittels eines Pergamentstreifens rückwärts eingehängt war, weist ebenfalls auf den Empfänger, da dies um die Mitte des 12. Jh. feststehender Brauch bei Urkunden der Salzburger Erzbischöfe war, vgl. Martin, Urkundenwesen, MIÖG Erg.Bd. 9 (1915) 661. - Vgl. zu den Schenkungen auch die ebenfalls von Empfängerseite ausgefertigte Notitia, Zahn a. a. O. 291 n o 280 und Vorbemerkung zu DK. III. 273. - Friedrich wird als confrater von Seckau bezeichnet, Liber confraternitatum Seccoviensis, MG. Necrologia II, 363 f.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,2,1 n. 519, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1158-01-00_1_0_4_2_1_521_519
(Abgerufen am 26.07.2017).