Regestendatenbank - 182.315 Regesten im Volltext

RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,2,1

Sie sehen den Datensatz 525 von insgesamt 574.

Friedrich dankt König Ludwig (VII.) von Frankreich für dessen Gesandte und seinen Brief, bedauert, daß ihre geplante Zusammenkunft nicht zustande gekommen ist, woran aber weder die Verspätung des Königs noch seine eigene Abreise Schuld tragen, und kündigt an, über die Festsetzung eines neuen Treffens nach dem Italienzug, auf den er sich derzeit vorbereitet (quia in procinctu Italicae expeditionis iam sumus), mit den Fürsten beraten zu wollen. - Postquam divina clementia .

Incipit:
Postquam divina clementia
Empfänger:
Ludwig (VII.) Frankreich

Überlieferung/Literatur

Drucke: Bouquet, RHF XVI, 26 no 87 zu 1161 ; Giesebrecht-Simson, Kaiserzeit 6, 356 f. zu 1157.

Kommentar

Die zeitliche Einreihung dieses Schreibens ist nicht mit letzter Sicherheit durchzuführen, dennoch weisen sowohl die Erwähnung königlicher Legaten (vgl. Reg. 508) als auch die des bevorstehenden Italienzuges eher auf den Spätherbst 1157 als auf irgendeinen anderen Zeitpunkt, vgl. Simonsfeld, Jahrbücher 586 f.; gegen Schmale, Friedrich I. und Ludwig VII., Zs. f. bayer. LG. 31 (1968) 319 vgl. Kienast, Deutschland und Frankreich 1 (2 1974) 203 Anm. 505 und Jordan, Staufer und Kapetinger, Francia 2 (1974) 143 f. - Das genannte Schreiben des französischen Königs an Friedrich ist nicht erhalten. - Zum Diktat ist anzumerken, daß die Intitulatio (Fredericus dei gratia Romanorum imperator praepotentissimus a deo coronatus magnus et pacificus inclytus victor ac triumphator semper augustus; vgl. Regg. 428 und 454 und Herkenrath, Regnum und Imperium, WdF 390, 1975, 356) an Wibald von Stablo gemahnt, der allerdings schon vor dem Burgundzug von Würzburg aus seine Legationsreise nach Byzanz angetreten hatte (Reg. 486); zu weiteren stilistischen Parallelen mit anderen Schreiben Friedrichs vgl. Riedmann, Reichskanzlei, MIÖG 75 (1967) 388 mit Anm. 27.

Nachtrag einreichen
Einreichen
Empfohlene Zitierweise

RI IV,2,1 n. 509, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1157-11-00_2_0_4_2_1_511_509
(Abgerufen am 14.12.2017).