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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,2,1

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König Heinrich (II.) von England dankt Friedrich für die Gesandtschaft, welche einen Brief und Geschenke überbracht und ein Freundschaftsbündnis vorgeschlagen hat (pacis et amoris invicem dignatus estis federa inchoare), erklärt seine Bereitschaft, für den honor des Kaisers zu wirken, schickt ihm gleichfalls Gaben und teilt ihm mit, daß er die Antwort auf die Anfrage des Kaisers wegen der Hand des hl. Jakob seinen Gesandten, Magister Heribert und dem Kleriker Wilhelm, aufgetragen habe.

Empfänger:
Heinrich (II.) England

Überlieferung/Literatur

Brief Heinrichs II. bei Rahewini Gesta Frid. l. III cap. 7, ed. Waitz-Simson, MG. SS rer. Germ. in us. schol. 171 f.

Kommentar

Die Beglaubigung des Briefes erfolgte durch den Kanzler Thomas (Becket), den späteren Erzbischof von Canterbury, zu Northampton: Teste Thoma cancellario aput Northamt. - Zu den Geschenken, die Heinrich an Friedrich sandte, vgl. Reg. 486. - Das vorliegende Schreiben wurde wegen seines geradezu unterwürfigen Tons lange Zeit hindurch als Beleg für staufische Weltherrschaftsansprüche gewertet; H.-E. Mayer, Staufische Weltherrschaft? (WdF 390, 1975) 190 ff. konnte dagegen (bei ihm ist die ältere Literatur angeführt) zeigen, daß es sich trotz aller devoten Formulierungen eigentlich um eine Absage auf die in dem verlorenen Schreiben Friedrichs erhobene Forderung nach Rückstellung der Jakobsreliquie, die von Mathilde nach dem Tod Heinrichs V. nach England mitgenommen worden war und dort in den Besitz der Abtei Reading gelangte, handelt; vgl. dazu auch Leyser, Frederick Barbarossa, Henry II and the hand of St. James, Engl. Hist. Review 90 (1975) 481 ff., der die kaiserliche Gesandtschaft auch in den Pipe Rolls nachweisen kann, a. a. O. 485.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,2,1 n. 485, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1157-09-28_1_0_4_2_1_487_485
(Abgerufen am 23.01.2017).