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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,2,1

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Bischof Daniel von Prag geht als kaiserlicher Legat zu König Geisa II. von Ungarn und erreicht am Fest des hl. Stephan (August 20) die Zusage, 500 Mann (Sarracênis) zum Feldzug gegen Mailand zu stellen. Vielleicht wird damals auch zugunsten Stephans, des Bruders des ungarischen Königs, der ins Reich geflohen ist, interveniert (vgl. Reg. 517). Für Herzog Vladislav von Böhmen kann Daniel, der dabei von Abt Friedrich von Postelberg (Postoloprty, Postolopertensis) und vom Bruder Vladislavs, Heinrich, unterstützt wird, die Heirat Friedrichs, des Sohnes des Herzogs, mit der Tochter Geisas, (Elisabeth), in die Wege leiten.

Empfänger:
Daniel Prag kaiserlicher Legat

Überlieferung/Literatur

Vinzenz von Prag, MG. SS XVII, 667 ; die Intervention zugunsten Stephans bei Rahewini Gesta Frid. l. III cap. 13, ed. Waitz-Simson, MG. SS rer. Germ. in us. schol. 181 f.; die böhmisch-ungarische Heirat bei Mon. Sazav. Cont. Cosmae II, MG. SS IX, 160.

Kommentar

Die Datierung ergibt sich daraus, daß Bischof Daniel noch am 5. Juli in Bamberg bezeugt ist (Reg. 466) und seine Verhandlungen, wie aus Vinzenz von Prag hervorgeht, eben am 20. August von Erfolg gekrönt waren. - Vgl. dazu Simonsfeld, Jahrbücher 560 mit Anm. 127 sowie Hilsch, Bischöfe von Prag (Veröff. d. Coll. Carolinum 22, 1969) 87. - Schmale identifiziert in seiner Edition der Gesta Frid., Freiherr vom Stein-Gedächtnisausgabe 17 (2 1974) 425 Anm. 66 die kaiserliche Gesandtschaft, welche für Stephan eintrat, irrig mit dem Kanzler (! Protonotar) Heinrich und dem Grafen Heinrich von Diez, welche zu Anfang 1164 nach Ungarn unterwegs waren, vgl. DDF. I. 431 und 432.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,2,1 n. 471, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1157-07-00_1_0_4_2_1_473_471
(Abgerufen am 29.05.2017).