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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,2,1

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Vor Friedrich wird der Verkauf des Gutes Ruiding (Rewtaren) durch Adelheid von Gattershof (? Garderstrewten) und ihre Kinder an das Kloster Ensdorf , der schon zuvor auf den Barbinger Wiesen vor und durch Herzog Heinrich von Österreich vollzogen worden war, nochmals bestätigt. Z.: Pfalzgraf Otto von Wittelsbach, Gebhard und Markward von Leuchtenberg und die Brüder Gottfried, Adalbero und Konrad von Salksdorf.

Zeugen:
Pfalzgraf Otto von Wittelsbach, Gebhard und Markward von Leuchtenberg und die Brüder Gottfried, Adalbero und Konrad von Salksdorf
Empfänger:
Adelheid Gattershof Ensdorf

Überlieferung/Literatur

Cod. Trad. Mon. Ensdorf, ed. Moritz-Freyberg, Samml. hist. Schriften u. Urkunden 2 (1829) 218 no 93; vgl. Fichtenau-Dienst, UB. zur Gesch. d. Babenberger 4/1, 140 no 788.

Kommentar

Aus dem Herzogstitel Heinrichs darf nicht mit letzter Sicherheit darauf geschlossen werden, daß die Handlung erst nach 1156 September 8 vollzogen wurde, vgl. Fichtenau-Dienst a. a. O., weshalb wir diesen Aufenthalt des Kaisers doch lieber zu Anfang September setzen. Nach der Erhebung Österreichs zum Herzogtum hielt sich Friedrich nämlich in der Stadt Regensburg auf, vgl. Ottonis Gesta Frid. l. II cap. 56, ed. Waitz-Simson, MG. SS rer. Germ. in us. schol. 161 (Reg. 420). Dieselben Zeugen auch in Reg. 412, das aber jedenfalls vor 1156 Aug. 4 zu datieren ist.

 

Verbesserungen und Zusätze (2011):

Die zeitliche Einordnung der während eines Aufenthalts auf der Burg Donaustauf erteilten Bestätigung Kaiser Friedrichs für den auf den Barbinger Wiesen durch Herzog Heinrich von Österreich (nach der Titulatur als österreichischer Herzog frühestens am 8. September) vollzogenen Güterverkauf an das Kloster Ensdorf hat mit großer Wahrscheinlichkeit in die Tage nach Ende des Regensburger Tages, also nach dem 17./18. September 1156 (also nach Reg. 421) zu erfolgen, vgl. dazu Opll, Die Regelung der bayerischen Frage, in: Die Geburt Österreichs, hg. von Schmid – Wanderwitz (Regensburger Kulturleben 4, 2007) 61 mit Anm. 101. – Zur Lokalisierung der im Zusammenhang mit der Erhebung Österreichs zum Herzogtum vorgenommenen Rechtshandlungen vgl. jüngst Appl, Ein historisches Ereignis, in: Regensburger Land 1 (2008) 23 ff., insbesondere 31 ff. – Heftig diskutiert wurde in den Jahren seit dem Erscheinen des ersten Bandes der Regesta Imperii für die Zeit Friedrichs I. insbesondere die Frage der tres comitatus, vgl. dazu zuletzt die kritisch-abwägenden Bemerkungen durch Hageneder, Die „Drei Grafschaften“, MIÖG 117 (2009) 132–136.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,2,1 n. 414, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1156-09-00_1_0_4_2_1_417_414
(Abgerufen am 21.10.2017).