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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,2,1

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Friedrich empfängt die zuerst nicht vorgelassene (vgl. Reg. 398) griechische Gesandtschaft , welche mit der Förderung der deutsch-byzantinischen Heiratspläne beauftragt ist und den Kaiser wegen einer Niederlage der Griechen gegen die Ungarn zum Eingreifen bewegen soll, in beiden Angelegenheiten aber nichts (mehr) ausrichten kann, gibt ihnen Schreiben mit und sendet seinen Kapellan Stephan mit ihnen zurück. Friedrich vertagt nach dreitätigen Verhandlungen die Entscheidung über die nach dem Tod Erzbischof Arnolds II. von Köln (1156 Mai 14) erfolgte zwiespältige Bischofswahl - die Pröpste und Äbte wählten Propst Gerhard von Bonn, die Domkanoniker entschieden sich für Friedrich, den Sohn des Grafen Adolf (von Berg) - auf den Regensburger Hoftag (Reg. 420). Friedrich bestätigt vor einer großen Anzahl von Fürsten die Wahl des neuen Abtes von Tegernsee (Rupert), investiert ihn mit dem Zepter und schlägt so das Angebot des Bischofs Otto von Freising, ihm die Abtei gegen 400 Pfund Silber zu unterwerfen, aus.

Empfänger:
griechische Gesandtschaft Bischofswahl Wahl Tegernsee

Überlieferung/Literatur

Hauptquelle für den Nürnberger Tag: Ottonis Gesta Frid. l. II capp. 49, 52-54, ed. Waitz-Simson, MG. SS rer. Germ. in us. schol. 157 und 159 f., vgl. Chron. reg. Col., ed. Waitz, MG. SS rer. Germ. in us. schol. 93 (zur byzantinischen Gesandtschaft s. Dölger, Reg. d. oström. Reiches 2, no 1408; zur Kölner Angelegenheit Knipping, Reg. Köln 2, no 636. Zum neuen Abt von Tegernsee s. DF. I. 148 (Reg. 407) und die Passio s. Quirini, ed. Th. Mayer, A. f. Kde. öst. Geschichtsquellen 2/3 (1849) 348.

Kommentar

Vgl. Simonsfeld, Jahrbücher 1, 463 f.; zu Tegernsee Plechl, Studien, DA 13 (1957) 100 f., der das Angebot des Freisinger Bischofs an den Kaiser schon zum Regensburger Aufenthalt vom Oktober 1155 setzt. - Zu den Kölner Prioren künftig Groten (Rhein. A., 1980).

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,2,1 n. 408, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1156-07-00_1_0_4_2_1_410_408
(Abgerufen am 28.07.2017).