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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,2,1

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Friedrich zieht mit seinem Heer ans adriatische Meer und lagert bei Ancona. Dort erreicht ihn eine griechische Gesandtschaft , bestehend aus Michael Palaeologus, dem Sebastos Johannes Ducas und dem Grafen Alexander von Gravina, die zahlreiche Geschenke überbringt. Die Gesandten versuchen Friedrich zur Aufnahme des Kampfes gegen Sizilien zu bewegen, wofür sie ihm eine große Summe Geldes in Aussicht stellen, und verhandeln erneut (vgl. Regg. 196 und 197) über das deutsch-byzantinische Heiratsprojekt. Während der mehrtägigen Unterhandlungen entwenden sie besiegelte kaiserliche Schreiben, die sie später bei ihren sizilischen Unternehmungen mißbräuchlich verwenden, um damit vorzutäuschen, Friedrich habe ihnen die Küstengebiete abgetreten. Auch Robert von Bassavilla, der Graf von Lorotello, läßt den Kaiser zum Eingreifen auffordern. Dieser muß aber nach eingehenden Verhandlungen mit den Fürsten wegen deren Weigerung, den Feldzug fortzusetzen, diese Pläne fallenlassen, beschließt die Heimreise und entsendet Abt Wibald von Corvey und Stablo als Gesandten an Kaiser Manuel.

Empfänger:
griechische Gesandtschaft

Überlieferung/Literatur

Brief Friedrichs an Otto von Freising (Reg. 451); Ottonis Gesta Frid. l. II cap. 36-37, ed. Waitz-Simson, MG. SS rer. Germ. in us. schol. 144 f., zu den entwendeten Briefen vgl. a. a. O. l. II cap. 49 (156 f.); Ioannes Cinnamus, Epitome l. IV cap. 1-2, ed. Meineke, CSHB 13 (1836), 135f.; Gottfried von Viterbo, Gesta V. 138, MG. SS XXII, 310 irrig vor der Kaiserkrönung; Carmen de gestis V. 1030 ff., ed. Schmale-Ott, MG. SS rer. Germ. in us. schol. 35; Otto Morena, ed. Güterbock, MG. SS rer. Germ. N. S. VII, 31; Wilhelm von Tyrus, l. XVIII cap. 2 u. 7, ed. Migne, PL 201, 709 und 715 f. - Vgl. Dölger, Reg. d. oström. Reiches 2 no 1396.

Kommentar

Vgl. Simonsfeld, Jahrbücher 365 ff. und allgemein Lamma, Comneni e Staufer 1, 149 ff. Zu den entwendeten Schreiben s. Reg. 398. Aus dem Brief Rainalds von Dassel und Ottos von Wittelsbach von deren Legation nach Italien vor Antritt des zweiten Italienzuges (Reg. 546) erfahren wir, daß Friedrich mit dem Pfalzgrafen von Wittelsbach bei seinem Aufenthalt bei Ancona im Meer gebadet hat.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,2,1 n. 341, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1155-08-00_1_0_4_2_1_343_341
(Abgerufen am 19.01.2017).