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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,2,1

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Friedrich hält einen Hoftag , auf dem er, obwohl gerade am Wechselfieber erkrankt (licet quartana febre tunc laboraret), auf Klagen des Abtes Wibald von Stablo und von etwa 200 Leuten von dessen Kloster über nicht gerechtfertigte Anordnungen seines Vorgängers, Abt Poppo II., durch Markward von Grumbach einen Spruch fällen läßt, der die Belehnung eines Laien mit Zins und Vermögen eines Klosterangehörigen durch den Abt verbietet und frühere derartige Vergabungen kassiert. Das Urteil ergeht mit Zustimmung Erzbischof Arnolds II. von Köln, der Bischöfe Heinrich II. von Lüttich und Anselm von Havelberg sowie der übrigen Anwesenden.

Empfänger:
Hoftag

Überlieferung/Literatur

Erwähnt in einer undatierten Urkunde Abt Wibalds von Stablo, Jaffé, Mon. Corb. 557 no 421; Halkin-Roland, Recueil de chartes de Stavelot 1, 467 no 244.

Kommentar

Simonsfeld, Jahrbücher 195 ff. mit Anm. 156 und 161, geht auf mehrere Möglichkeiten der Datierung dieses Hoftags ein (1152 März/1153 etwa August/1153 Oktober, November) und entscheidet sich mit aller Vorsicht für 1153 etwa August. Knipping, Reg. Köln 2, no 530 setzt ihn irrig zum März 1152 und Hausmann, Reichskanzlei 241, hält an der Datierung zu November 1153 fest, die jedoch wegen der Nennung des Havelberger Bischofs unmöglich ist (vgl. Simonsfeld, a. a. O. 197 Anm. 161). Gerade die genannten Personen und deren Auftreten in Diplomen Friedrichs I. weisen aber eher in den Sommer des Jahres 1154. Für diese Datierung spricht auch die Erkrankung des Königs, die mit ein Grund für den späten Aufbruch nach Italien (noch in seinem Schreiben an Kaiser Manuel hatte er ihn für den Sommer in Aussicht genommen, vgl. Reg. 197) gewesen sein könnte, vgl. dazu Opll, Itinerar 12 f. mit Anm. 34.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,2,1 n. 229, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1154-06-00_2_0_4_2_1_229_229
(Abgerufen am 28.03.2017).