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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,2,1

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Friedrich bestätigt Bischof Wilhelm von Saint-Paul-Trois-Châteaux (ęcclesię Tricastrinensi in honore sanctę Marię et sancti Pauli) die Verleihungen Karls (des Großen), Ludwigs (des Frommen) und der übrigen Vorgänger, die Stadtherrschaft mit allen königlichen Einkünften zwischen Rhône und Aygues (a Rodano flumine usque ad Egrum fluvium) und die Immunität und schenkt ihm Colline de Saint-Juste (Natiuum Saxum, quod antiquo vocabulo Tutela vocatur) mit dem ausschließlichen Wohn- und Befestigungsrecht daselbst. Z.: die Bischöfe Amadeus von Lausanne (Lausonensem), Ardicio von Genf, Konrad von Worms (Garmaciensem), die Herzoge Heinrich von Sachsen und Welf. - Censolfus regis canc. ; geschrieben von zwei burgundischen Notaren; SP. D. Notum sit omnibus .

Zeugen:
die Bischöfe Amadeus von Lausanne (Lausonensem), Ardicio von Genf, Konrad von Worms (Garmaciensem), die Herzoge Heinrich von Sachsen und Welf
Siegel:

SP. D.

Incipit:
Notum sit omnibus
Schreiber:
geschrieben von zwei burgundischen Notaren
Empfänger:
Wilhelm Saint-Paul-Trois-Châteaux
Kanzler:
Censolfus regis canc.

Überlieferung/Literatur

Urschrift : Urkunde zweifelhafter Geltung im Departementalarchiv Valence (A). Drucke: Boyer de Sainte-Marthe, Hist. de Saint-Paul-Trois-Châteaux 60; Gallia christ. noviss. 4, 50 no 73; MG. DF. I. 75. Faks.: Hirsch, Urkundenfälschungen Tafel 3. Reg.: Chevalier, Reg. Dauphinois 1, 660 no 3949; De Font-Réaulx, Cart. de Saint-Paul-Trois-Châteaux 11 no 6; Stumpf 3686.

Kommentar

Die Frage der Echtheit konnte bisher nicht völlig geklärt werden; an der Niederschrift waren zwei Hände beteiligt; die zweite trug die Zeugenreihe (nach der Signumzeile!), die Rekognition und die Datierung ein. Form des Monogramms, sprachliche Eigenheiten und die kanzleiwidrige Bezeichnung cancellarius regis erinnern an DF. I. 62 (Reg. 184). Der Rechtsinhalt spricht doch eher für die Echtheit des D., vgl. dazu die Vorbemerkung. - Aus dem als Vorlage verwendeten karolingischen Immunitätsformular läßt sich erschließen, daß ein Deperditum Ludwigs des Frommen vorgelegen haben muß.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,2,1 n. 214, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1154-05-00_1_0_4_2_1_214_214
(Abgerufen am 23.07.2017).