Regestendatenbank - 176.134 Regesten im Volltext

RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,2,1

Sie sehen den Datensatz 225 von insgesamt 574.

Friedrich legt einen Streit zwischen dem Stift St. Ulrich zu Kreuzlingen (Cr잒celin) und den Bürgern von Konstanz um die öffentliche Straße auf Stiftsgrund und die Nutzung der Stiftsweide durch die Gemeinde gemäß einem von Bischof Hermann von Konstanz gefällten Fürstenspruch bei, wobei sich die Chorherrn zur Lieferung der Hostien zu den wöchentlichen Totenmessen verpflichten. Etwas später unterstützt das Stift die Stadt bei der Sanierung der einsturzgefährdeten Stadtmauern unter der Bedingung, daß es künftig in seinem Besitz nicht mehr gestört werde. Z.: die Bischöfe Konrad von Worms und Wido von Ivrea (Ypoliensis), Abt Werner von St. Gallen, Herzog Welf von Spoleto, Pfalzgraf Friedrich von Tübingen und sein Bruder Graf Hugo und die Grafen Rudolf (von Pfullendorf), Werner (von Baden), Hartmann (von Dillingen-Kiburg), Eberhard (von Nellenburg) und Markward (von Veringen). - S. Herzog Welfs VI. Quoniam longinquitate sepe .

Zeugen:
die Bischöfe Konrad von Worms und Wido von Ivrea (Ypoliensis), Abt Werner von St. Gallen, Herzog Welf von Spoleto, Pfalzgraf Friedrich von Tübingen und sein Bruder Graf Hugo und die Grafen Rudolf (von Pfullendorf), Werner (von Baden), Hartmann (von Dillingen-Kiburg), Eberhard (von Nellenburg) und Markward (von Veringen)
Siegel:

S. Herzog Welfs VI.

Incipit:
Quoniam longinquitate sepe
Empfänger:
Kreuzlingen Bürgern Konstanz

Überlieferung/Literatur

Fälschung; Angebliches Original : Staatsarchiv Frauenfeld (A). Drucke: Böhmer, Acta imp. 89 no 96; Meyer-Schaltegger, Thurgauisches UB. 2, 127 no 38; Marthaler, Kreuzlingen, Thurgauische Beiträge z. vaterländ. Gesch. 77 (1941) 31 no 2 mit Faks. nach 16. Faks.: Scriptoria medii aevi Helvetica 10, Tafel VIc. Reg.: Hidber 2, no 2006; Feldmann, Welf VI. Reg. 68; Stumpf 3690.

Verbesserungen und Zusätze (2011):

Irrtümlich fehlt hier der Verweis auf die Edition in der Diplomata-Ausgabe: MG.DF.I.1037.

Kommentar

Zu dieser Fälschung aus der zweiten Hälfte des 12. Jh. vgl. Marthaler, a. a. O. 10 ff. und zu ihrer Schrift Zinsmaier, Kreuzlingen, ZGORh 93 = N. F. 54 (1941) 586 f. Obwohl der Ausstellungsort ins Itinerar paßt (vgl. Opll, Itinerar 12 mit Anm. 31), ist die Existenz eines echten D. nicht anzunehmen. Die Zeugen stammen aus DF. I. 78 (Reg. 220), die Urkunde Bischof Hermanns von Konstanz von 1152 Juni 17, die auch einen Streit zugunsten von Kreuzlingen entschied (Meyer-Schaltegger, a. a. O. 115 no 34), wurde nicht als Vorlage verwendet.

Nachtrag einreichen
Einreichen
Empfohlene Zitierweise

RI IV,2,1 n. †221, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1154-00-00_1_0_4_2_1_221_F221
(Abgerufen am 21.07.2017).