Regestendatenbank - 174.566 Regesten im Volltext

RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,2,1

Sie sehen den Datensatz 172 von insgesamt 574.

Friedrich verbrieft Papst Eugen (III.) den Wortlaut des von den beiderseitigen Unterhändlern formulierten Vertrages (Reg. 164), nachdem die noch ausständigen Rechtshandlungen, nämlich die Eidesleistung eines Reichsministerialen in anima regis und die feierliche Zusage des Königs in die Hand des päpstlichen Legaten vollzogen worden sind. Z.: Erzbischof Arnold von Köln, die Bischöfe Hermann von Konstanz, Anselm von Havelberg, Ardicio von Como, (Adelgoz) von Chur, Abt Wibald von Stablo, Dekan Albert von Köln, Magister Notar Heinrich, der königliche Kapellan Gottfried von Viterbo; von den Laien: Herzog Welf, Markgraf Hermann von Baden, die Grafen Ulrich und Werner von Lenzburg, der Kämmerer und Reichsministeriale Anselm. - Arnoldus canc. ; möglicherweise von A II. C geschrieben und wohl unter seiner und Wibalds Beteiligung verfaßt. Regie maiestatis dignitas .

Originaldatierung:
(X kal. april., Constantie)
Zeugen:
Erzbischof Arnold von Köln, die Bischöfe Hermann von Konstanz, Anselm von Havelberg, Ardicio von Como, (Adelgoz) von Chur, Abt Wibald von Stablo, Dekan Albert von Köln, Magister Notar Heinrich, der königliche Kapellan Gottfried von Viterbo; von den Laien: Herzog Welf, Markgraf Hermann von Baden, die Grafen Ulrich und Werner von Lenzburg, der Kämmerer und Reichsministeriale Anselm
Incipit:
Regie maiestatis dignitas
Schreiber:
möglicherweise von A II. C geschrieben und wohl unter seiner und Wibalds Beteiligung verfaßt
Empfänger:
Papst Eugen (III.)
Kanzler:
Arnoldus canc.

Überlieferung/Literatur

Kop.: Abschrift von 1188/89 in der Collectio Albini, Cod. Ottobonian. lat. 3057 f. 138 (B); Abschrift von 1192 im Liber Censuum des Cencius, Cod. Vat. lat. 8486 f. 105 (C); Transsumpt, angelegt auf dem Konzil von Lyon 1245 (Rouleaux de Cluny II), Cod. lat. 8989 der Nationalbibliothek Paris (D). Drucke: MG. Const. 1, 202 no 145; Maccarrone, Papato e impero 50; Rassow, Honor imperii 117; MG. DF. I. 52. Reg.: Batelli, I Transunti di Lione del 1245, MIÖG 62 (1954) 349; Stumpf 3664.

Kommentar

Das Fehlen des Namens des Bischofs von Chur muß nicht unbedingt auf den Kopisten zurückgehen, da wir solchen Fällen auch bei Originalen begegnen. Die irrige Zeitangabe könnte auf ein Versehen des Notars zurückgehen. Sie muß nicht auf eine uneinheitliche Datierung hinweisen; vgl. Rassow, a. a. O. 49. Gegen Zatschek, Beiträge, SB. Wien 210/3 (1930) 7 ff., der die geringfügigen Änderungen im Text gegenüber dem Vorvertrag (Reg. 164) für politisch besonders bedeutend hielt, vgl. Güterbock, Nachrichten, NA 49 (1932) 583. Gerade die Änderung des Königs- in den Kaisertitel deutet aber auf eine Mitwirkung Wibalds hin, vgl. Herkenrath, Regnum und Imperium, SB. Wien 264/5 (1969) 30 ff., jetzt: WdF 390 (1975) 331 ff. Zum Konstanzer Vertrag vgl. Rassow, Honor imperii 45 ff.; Grundmann, Rezension von: Peter Rassow, Honor imperii, WdF 390 (1975) 26 ff., Maccarrone, Papato e impero 41 ff.

 

Verbesserungen und Zusätze (1991):

Nach Herkenrath, Legastheniker, AfD 33 (1987) 281 ff. stammt die Schrift von A II. D.

Nachtrag einreichen
Einreichen
Empfohlene Zitierweise

RI IV,2,1 n. 169, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1153-03-23_1_0_4_2_1_169_169
(Abgerufen am 06.12.2016).