Regestendatenbank - 176.571 Regesten im Volltext

RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,2,1

Sie sehen den Datensatz 162 von insgesamt 574.

Friedrich spricht dem Ovdelhardus von Vivers auf Grund eines Fürstenspruches die Vogtei über den Hof des Klosters Peterlingen zu Kerzers (Chiètres; Kerters) ab, befreit es von allen vogteirechtlichen Ansprüchen (aliquis aliquod ius advocatię sibi usurpare presumat), bestätigt dem Kloster das von seinen Vorgängern verliehene Vorrecht, daß der Abt von Cluny und seine Nachfolger den von den Mönchen erwählten Vogt einzusetzen haben, und verbrieft den zum Teil namentlich angeführten Besitzstand. Z.: die Erzbischöfe Arnold von Köln, Humbert von Besançon, die Bischöfe Amadeus von Lausanne, Ortlieb von Basel, Hermann von Konstanz, Herzog Heinrich von Sachsen, Markgraf Hermann von Sachsen, die Grafen Amadeus von Genf, Wilhelm von Mâcon (Matisconensis). - Arnoldus canc. ; verfaßt und geschrieben von A II. D; SI. 1. Cum ęcclesiis dei .

Originaldatierung:
(XV kal. marcii, Bisůntii)
Zeugen:
die Erzbischöfe Arnold von Köln, Humbert von Besançon, die Bischöfe Amadeus von Lausanne, Ortlieb von Basel, Hermann von Konstanz, Herzog Heinrich von Sachsen, Markgraf Hermann von Sachsen, die Grafen Amadeus von Genf, Wilhelm von Mâcon (Matisconensis)
Siegel:

SI. 1.

Incipit:
Cum ęcclesiis dei
Schreiber:
verfaßt und geschrieben von A II. D
Empfänger:
Peterlingen
Kanzler:
Arnoldus canc.

Überlieferung/Literatur

Orig.: Staatsarchiv Fribourg (A). Drucke: Font. rer. Bern. 1, 431 no 32; MG. DF. I. 48. Reg.: Trouillat, Mon. de Bâle 1, 270; Hidber 2, no 1955; Kocher, Solothurner UB. 1, 73 no 131; Stumpf 3661.

Kommentar

Büttner, Peterlingen, Zs. f. Schweiz. KG 58 (1964) konnte, besonders 288 ff., in Weiterführung der Untersuchungen von H. E. Mayer, Peterlinger Urkundenfälschungen, DA 19 (1963) 115 ff. den Nachweis erbringen, daß die vier in Peterlingen im 12. Jh. gefälschten Exemplare von Privilegien der Päpste Kalixt II. und Eugen III. (Germ. pont. 2/2, 188 no †3, 189 no †4 und no †5 in zwei Ausfertigungen) erst nach 1153 entstanden sein können und somit die Anklänge des D. an das päpstliche Formular wohl mit einer Überarbeitung des von Kehr, Exkurs I, 4. Papsturkunden für Peterlingen, Göttinger Nachrichten (1904) 470 ff. rekonstruierten Privilegs Papst Eugens III. zusammenhängen. Zum Inhalt vgl. Büttner a. a. O. 285 ff. DF. I. 48 wird (1236) von Friedrich II. bestätigt (B.-Ficker, Reg. 5 /1, no 2152). In einer Urkunde des Priors von Payerne, Jakob de Montemaiori, von 1411 Juni 5 wird offenbar unser Diplom erwähnt, dabei aber eine curia de Helstein genannt, die in DF. I. 48 nicht vorkommt (Boos, UB. der Landschaft Basel 1, 659 no 571).

Nachtrag einreichen
Einreichen
Empfohlene Zitierweise

RI IV,2,1 n. 160, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1153-02-15_1_0_4_2_1_160_160
(Abgerufen am 25.07.2017).