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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,2,1

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Friedrich hält einen allgemeinen Hoftag . Friedrich läßt auf die Klage von einigen Apuliern, die von Roger aus ihrer Heimat vertrieben worden sind, den Antritt des Italienzuges, der dem Erwerb der Kaiserkrone dienen soll, innerhalb der nächsten zwei Jahre beschwören. Entgegen seiner Vorladung (s. Reg. 95) erscheint Heinrich Jasomirgott nicht bei Hofe, so daß er erneut vorgeladen werden muß. Friedrich erzielt im Streit zwischen Heinrich dem Löwen und Albrecht dem Bären (vgl. Reg. 88) einen Ausgleich, indem der Welfe das Winzenburger und der Askanier das Plötzkesche Erbe erhält. Friedrich verleiht seinem Oheim, Herzog Welf, das Herzogtum Spoleto, die Markgrafschaft Tuszien, den principatus Sardinien und das Hausgut der Gräfin Mathilde sowie die ihm schon von Konrad III. übertragenenReichseinkünfte mit dem Dorfe Mertingen. Vor Friedrich und den Fürsten wird gemäß den Klagen Wibalds (vgl. Regg. 119-123) der Wiederaufbau der Befestigungen von Höxter beschlossen.

Empfänger:
Hoftag

Überlieferung/Literatur

Zum HT und zu seiner Datierung vgl. DF. I. 21 (Reg. 121) und Ottonis Gesta Frid. l. II cap. 7, ed. Waitz-Simson, MG. SS rer. Germ, in us. schol. 107 f. Zum Italienzug Ottonis Gesta Frid. a. a. O. 108, Ann. Palidenses, MG. SS XVI, 86, Ann. s. Pauli Virdun., MG. SS XVI, 501 (irrig zum Merseburger HT) und Chron. reg. Col., ed. Waitz, MG. SS rer. Germ, in us. schol. 91 (zu 1154). Zur Ladung des Babenbergers vgl. Ottonis Gesta Frid. ebda. Welfisch-askanischer Streit: Ann. Palidenses, MG. SS XVI, 86, Ann. Stadenses, MG. SS XVI, 344 und Ann. s. Blasii Brunsvic. mai fragm., MG. SS XXX/1, 19. Wetf VI.: Hist. Welforum, ed. König, Schwäb. Chroniken d. Stauferzeit 1 (1938) 56 und Burchard von Ursberg, ed. Holder-Egger - Simson, MG. SS rer. Germ, in us. schol. 24. Zu Höxter vgl. das Schreiben Wibalds an Bischof Bernhard von Paderborn, Jaffé, Mon. Corb. 544 no 406.

Kommentar

Zum HT im allgemeinen vgl. Simonsfeld, Jahrbücher 128 ff. - Wohl von hier aus wurde auch die Gesandtschaft an Eugen III. abgesandt, welche den Abschluß des Vertrages mit dem Papst erreichen konnte (vgl. Reg. 164), vgl. Simonsfeld, a. a. O. 136. - Die Datierung der Verleihungen an Welf steht nicht mit letzter Sicherheit fest. Well wird schon in DF. I. 14 (Reg. 100) mit seinen italienischen Titeln genannt; da aber dieses D. erst später ausgefertigt wurde (vgl die Vorbemerkung zu DF. I. 14), haben wir mit Feldmann, Welf VI. 33 f., die allerdings in Reg. 60 das DF. I. 14 irrig als Fälschung bezeichnet, diese Erhöhung Welfs in den Oktober 1152 gesetzt. Der Passus reditus tamen illos ad fiscum pertinentes, quorum iam mentionem habuimus, nichilominus recepit in der Hist. Welf. bezieht sich nach dem Verweis auf das früher Gesagte (iam mentionem habuimus) wohl doch eher auf die mit Mertingen zusammenhängenden Einkünfte (vgl. auch Reg. 55) als auf die aus Italien, vgl. gegen Simonsfeld, Jahrbücher 108 und Haverkamp, Regalien-, Schutz- und Steuerpolitik, Zs. f. bayer. LG 29 (1966) 8 Anm. 23 Feldmann, a. a. O. Anm. 45 zu S. 33. Vgl. auch Reg. 465.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,2,1 n. 135, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1152-10-13_1_0_4_2_1_135_135
(Abgerufen am 16.12.2017).