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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,2,1

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Friedrich beurkundet, daß er Abt Konrad von Schwatzach (Swarzaha in episcopatu Argentinensi) den Hof Schwindrazheim (Swinderatesheim), um den das Kloster lange mit Graf Simon von Saarbrücken im Streit lag, durch Urteilsspruch (per sentenciam ordine iudiciario promulgatam) zugesprochen hat. Z.: die Bischöfe Gunther von Speyer, Konrad von Worms, Markgraf Otakar von Steier, Graf Ulrich von Lenzburg, die Äbte Markward von Fulda, Volmar von Hirsau, die Grafen Egino von Vaihingen, Poppo von Henneberg und sein Bruder Graf Berthold, Graf Emicho von Leiningen, Pfalzgraf Friedrich von Tübingen (Tuingen). - Arnoldus canc. vice Heinrici Maguntini archiep. et archicanc. ; verfaßt und sicherlich auch geschrieben von A II. C. Ex commisso nobis .

Originaldatierung:
(XIIII kal Septembr., Spire)
Zeugen:
die Bischöfe Gunther von Speyer, Konrad von Worms, Markgraf Otakar von Steier, Graf Ulrich von Lenzburg, die Äbte Markward von Fulda, Volmar von Hirsau, die Grafen Egino von Vaihingen, Poppo von Henneberg und sein Bruder Graf Berthold, Graf Emicho von Leiningen, Pfalzgraf Friedrich von Tübingen
Incipit:
Ex commisso nobis
Schreiber:
verfaßt und sicherlich auch geschrieben von A II. C
Empfänger:
Konrad Schwatzach
Kanzler:
Arnoldus canc. vice Heinrici Maguntini archiep. et archicanc.

Überlieferung/Literatur

Kop.: Abschrift von ca. 1415 im Kopialbuch des Klosters Schwarzach no 1315 p. 24, Generallandesarchiv Karlruhe (B); zwei Absehriften des Transsumptes Rudolfs I. von 1275 Dezember 12 (B.-Redlich Reg. 464) p. 30 und 55 ebenda (R1 und R2). Drucke: Würdtwein, Nova Subsidia 7, 153 no 59; MG. DF. I. 26. Reg.: Dümgé, Reg. Badensia 46; Goerz, Mittelrhein. Reg. 2 no 22; Stumpf 3642.

Kommentar

Bischof Gunther von Speyer stellte über die gleiche Angelegenheit auctoritate domini nostri gloriosissimi regis Friderici eine Urkunde mit vereinzelten wörtlichen Anklängen an unser Diplom aus (Würdtwein a. a. O. 155 no 60), aus der wir auch erfahren, daß Graf Simon in diesem Streit von Papst Eugen III. exkommuniziert worden war, vgl. Germ. pont. 3/3, 75 no *1. - Vgl. Schwarzmaier, Ortenau, ZGORh 121 = N. F. 82 (1973) 4. 3 Böhmer IV, Friedrich I.

Nachträge (1)

Nachtrag von Christian Burkhart, Dossenheim, RNK, eingereicht am 29.08.2014.

Zwischen den Aufenthalten in Ulm (Ende Juli / Anfang August 1152) und in Speyer (ab 19. August 1152) scheint sich König Friedrich I. Barbarossa etwa zur Monatsmitte in Bretten im Kraichgau (und wohl auch auf der Baustelle der benachbarten Zisterzienserabtei Maulbronn) aufgehalten zu haben, wo der in Ulm (RI IV,2,1 Nr. l112 u. Nr. 115) und Speyer (RI IV,2,1 Nr. 128) bei Hofe nachgewiesene Wormser Bischof Konrad I. [von Sachsenheim] zugunsten der Zisterzienserabtei Schönau im Odenwald urkundete.

Dazu vgl. Christian Burkhart, Die Bischöfe von Speyer und Worms, die Lorscher Vögte und die Anfänge der Zisterzienserabtei Schönau im Odenwald im 12. Jahrhundert. Reich, Adel, Klöster und frühe Burgen am unteren Neckar, in: Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins 156 (2008) S. 1-84, hier S. 10-13; Christian Burkhart, Der Kraichgauvorort „Brettheim“ als Ausstellungsort einer Wormser Bischofsurkunde des Jahres 1152 für Kloster Schönau im Odenwald, in: Kraichgau 21 (2009) S. 41-56, hier S. 48/50.

Zur Herkunft des Bischofs vgl. Christian Burkhart, Bischof Konrad I. von Worms und die Ahnen des Minnesängers Bligger von (Neckar-)Steinach – Neue Erkenntnisse zur Besiedlung des südlichen Odenwaldes im hohen Mittelalter, in: Der Wormsgau 29 (2012) S. 31-63, hier S. 38-50.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,2,1 n. 128, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1152-08-19_1_0_4_2_1_128_128
(Abgerufen am 17.12.2017).