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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

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Konrad teilt Papst Eugen III. mit, daß er auf dem Hoftag zu Würzburg im September (1151) (generalem curiam apud Herbipolim medio mense septembri) mit Zustimmung der versammelten Fürsten einen Italienzug (expeditionem Italicam) angeordnet habe. Er bittet ihn um Verlängerung des Termins, der dem Bremer Erzbischof Hartwig in der Angelegenheit der Rechte seiner Kirche (diem et terminum pro conservanda Bremensis ęcclesię dignitate) gesetzt wurde, bis zu seiner Ankunft, da ihm der Erzbischof derzeit unentbehrlich sei und mit Zustimmung des Kardinals Octavian von der Abreise abgehaltenen wurde. Außerdem empfiehlt er ihm Abt Wibald von Corvey (und Stablo) mit der Bitte, sich diesem bei der Bestätigung seiner Privilegien und bei anderen Wünschen gnädig zu erweisen.

Überlieferung/Literatur

Kop.: Archives de l´État à Liège, Abschrift aus der Mitte des 12. Jahrhunderts in Wibalds Briefbuch (B). Drucke: Epp. Wibaldi Nr. 346 = MGH Nr. 342; MGH Const. 1 Nr. 133; MGH DKo.III. 263. Regg.: Regesten Bremen Nr. 504; GP 6 Nr. 134; Stumpf 3593.

Kommentar

Anlaß für die Romreise Hartwigs von Bremen war vermutlich die Auseinandersetzung um die von Bremen beanspruchten Metropolitanrechte in Skandinavien, vgl. GP 6 Nr. *131 und Engels, Friedrich Barbarossa 359f. – Da Papst Eugen III. in seinem Schreiben an Konrad Reg. 779 erwähnt, daß er neben dem Bremer auch dem gleichfalls an die Kurie vorgeladenen Mainzer Erzbischof Heinrich eine Fristverlängerung gewährt habe, könnte auch ein verlorenes Schreiben Konrads zu dessen Gunsten vorgelegen haben. Zu den Gründen für Heinrichs Ladung vgl. Meyer-Gebel, Bischofsabsetzungen 225ff.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. 761, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1151-09-17_7_0_4_1_2_763_761
(Abgerufen am 22.06.2017).