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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

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Konrad teilt Bischof Heinrich von Lüttich mit, daß er aus dem Kloster Stablo von den Übergriffen gegen das Bistum durch Heinrichs Gegner erfahren habe (Pervenit ad nos clamor Stabulensis ęcclesię dolentis et conquerentis, quod ecclesia tua impie a quibusdam tyrannis vastetur et persona tua novis et inauditis modis ab his, qui fidelitatem tibi iuraverant, vexetur) und hoffe, in Kürze mit einem Urteil der Fürsten (consilio et iudicio principum) gegen diese vorzugehen. Er befiehlt ihm, bei der Fehde mit (Graf) Heinrich von Laroche (de Rupe), dem Vogt von Stablo, den Besitz dieses Klosters nicht mehr in Mitleidenschaft zu ziehen, da dem Vogt von seiten des Klosters keinerlei Dienste zustehen (… cum eadem bona in tantum sint ab advocati servitio libera) und das Vorgehen Heinrichs sich gegen ihn, Konrad, den Stand des Bischofs und gegen das Recht (Et quoniam eandem ęcclesiam ledere non solum contra regiam maiestatem est, sed eciam contra tui ordinis sanctitatem et contra omnem tam divini quam humani iuris equitatem, mandamus …) richten würde.

Überlieferung/Literatur

Kop.: Archives de l´État à Liège, Abschrift aus der Mitte des 12. Jahrhunderts in Wibalds Briefbuch (B). Drucke: Epp. Wibaldi Nr. 302 = MGH Nr. 271; MGH DKo.III. 242. Reg.: Diestelkamp – Rotter 1 Nr. 292.

Kommentar

Mit dem vorliegenden, von Abt Wibald von Stablo verfaßten Mandat kam Konrad einer von diesem in seinem Brief Reg. 702 geäußerten Bitte nach; siehe dort auch zu den Stablo in Mitleidenschaft ziehenden Fehden.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. 710, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1150-12-02_2_0_4_1_2_712_710
(Abgerufen am 23.01.2017).