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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

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Konrad beauftragt die Bischöfe Hermann (I.) von Konstanz und Ortlieb von Basel mit einer Gesandtschaft nach Italien und zum Papst. – Möglicherweise richtet er durch sie an Papst Eugen III. die Bitte, Legaten a latere zu ihm zu schicken, um durch sie das Reich zu ordnen und an seiner Stelle kirchliche Angelegenheiten zu regeln (quorum consilio regnum disponeret, et qui vice sua causas ecclesiasticas difinirent).

Überlieferung/Literatur

Brief Konrads an Wibald von Stablo Reg. 701; Brief Konrads an die Pisaner Reg. 759; John of Salibury, Hist. Pontificalis 75.

Kommentar

Ob die im Brief an Wibald von Stablo Reg. 686 erwähnte Mission zur Stadt Rom nicht zu den Aufgaben der Gesandten gehörte oder Konrad sie nur in seinem Brief übergangen hat, ist ungewiß, desgleichen, ob die Gespräche der Gesandten mit den Pisanern, die als einziges Ereignis ihrer Mission überliefert sind (siehe Reg. 741), schon in deren Instruktion enthalten waren oder sich erst auf der Durchreise ergeben haben. – Wann die beiden Bischöfe ihre Reise angetreten haben, ist unklar; Bernhardi, Konrad III. 851, vermutet noch in der zweiten Oktoberhälfte, Weiss, Konstanzer Bischöfe 87, vermutet erst Anfang 1151, da Bischof Hermann am 5. Dezember 1150 bei einer Kirchweihe bezeugt ist. Beide Bischöfe sind jedenfalls erst am Regensburger Hoftag im Juni 1151 wieder am Hof nachweisbar (Zeugen in DKo.III. 255). Vgl. dazu auch Ziegler, Konrad A Kap. II. 5 und 7. – Zu den vom Papst nach Deutschland geschickten Legaten, den Kardinälen Jordan (von S. Susanna) und Octavian (von S. Cecilia) siehe Reg. 751, zu ihren Aufgaben Engels, Konstanzer Vertrag 249.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. 700, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1150-10-18_1_0_4_1_2_702_700
(Abgerufen am 22.01.2017).