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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

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Konrad tadelt den in seiner Gegenwart wegen der Abt Wibald von Stablo und dem Kloster Corvey zugefügten Schäden angeklagten Dietrich von Ricklingen scharf, der verspricht, Wibald in Zukunft treu zu dienen, um dessen Gunst wiederzuerlangen (Theodericus de Riclinge in presentia domni regis de iniuria, quam vobis intulit, graviter pulsatus et a rege multum increpatus, promisit, ut pro respectu gratiae vestrae recuperandae de caetero vobis servire velit).

Überlieferung/Literatur

Brief des Notars Heinrich an Wibald von Stablo, Epp. Wibaldi Nr. 277 = MGH Nr. 252. Reg.: Diestelkamp – Rotter 1 Nr. 285.

Kommentar

Dietrich von Ricklingen, ein Gefolgsmann Herzog Heinrichs von Sachsen und dessen Untervogt in Kemnade, hatte schon im Jahr 1147 die daselbst angesiedelten Corveyer Mönche bedrängt, vgl. Jakobi, Wibald von Stablo 101f. Wegen neuerlicher Übergriffe durch ihn und seine Söhne wandte Konrad sich auch an Heinrich (Reg. 680) und bat später Bischof Heinrich von Minden, Wibald gegen ihn Beistand zu leisten (Reg. 691). Darüber hinaus hatte Wibald auch erreicht, daß Papst Eugen III. den Mindener Bischof anwies, für die Rückerstattung der Kemnade geraubten Güter und die Unterlassung weiterer Übergriffe zu sorgen und bei Zuwiderhandeln mit Kirchenstrafen gegen die Ricklinger vorzugehen (JL 9401 = Epp. Wibaldi Nr. 270 = MGH Nr. 248). Da Herzog Heinrich sich im folgenden Jahr bei Wibald für Dietrich und seine Söhne verwendete (DHdL 16), scheint das Eingreifen der höchsten kirchlichen und weltlichen Gewalten letztlich erfolgreich gewesen zu sein. Wibald selbst nannte Dietrichs Räubereien unter den Gründen, deretwegen er die Kosten der ihm aufgetragenen Gesandtschaftsreise nach Rom nicht zu tragen vermochte (siehe Reg. 688).

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. 684, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1150-07-00_1_0_4_1_2_686_684
(Abgerufen am 26.02.2017).