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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

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Konrad wird mehrfach von den Äbten Wibald von Stablo und Adam von Ebrach sowie anderen Klerikern aufgefordert, die Angelegenheiten der nach der Resignation Heinrichs von Hersfeld neuerlich vakanten, in geistlichen wie weltlichen Dingen in argen Schwierigkeiten befindlichen Abtei Fulda zu regeln.

Überlieferung/Literatur

Brief Wibalds von Stablo an Papst Eugen III., Epp. Wibaldi Nr. 250 = MGH Nr. 221 (Super qua re a nostra parvitate sepe commonitus et ab Eberacensi abbate et aliis religiosis viris …).

Kommentar

Aus der Zeugenreihe von DKo.III. 221 geht hervor, daß auf dem Hoftag zu Speyer Anfang Februar 1150 (Reg. 647) auch eine Delegation aus Fulda beim König vorgesprochen hatte. Der im Auftrag Papst Eugens III. gemeinsam mit Wibald von Stablo als Wahlleiter nach Fulda gekommene Hersfelder Abt Heinrich war im November 1148 überraschend selbst zum Abt gewählt worden, hatte Fulda aber bald wieder verlassen. Ohne sich um die Bestätigung durch den Papst zu bemühen und anscheinend auch ohne das Kloster wieder betreten zu habe, resignierte er seine Würde kurz nach Konrads Rückkehr vom Kreuzzug; vgl. Jakobi, Auseinandersetzungen 975–985, Hussong, Fulda 138f., sowie Theisen, Mittelalterliches Stiftungsrecht 45, der Konrads Interesse an einer fähigen Leitung Fuldas hervorhebt, die dessen Leistungsfähigkeit für das Reich sicherstellte.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. 664, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1150-04-03_1_0_4_1_2_666_664
(Abgerufen am 26.03.2017).