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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

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Kardinaldiakon Guido von S. Maria in Porticu erinnert Konrad (C[onrado] Dei gratia glorioso Romanorum regi augusto), daß er den Befehlen des Papstes und Konrads Ermahnungen entsprechend die starrsinnigen Gegner Herzog Władysławs (II.) von Polen und Konrads Schwester mit dem Kirchenbann belegt habe und teilt mit, daß dies auch seitens des Papstes bestätigt wurde. Er versichert, daß der Bann vor einem Einlenken der Betroffenen keinesfalls aufgehoben werde (Sententiam autem, quam circa adversarios ducis W[ladislai] et sororis vestrae promulgavimus, domnus papa et Romana aecclesia firmaverunt et, usque quo resipiscant et ad pacem convertantur, eam sententiam nullatenus relaxabunt), und fordert Konrad auf, die geistliche Amtsgewalt zu unterstützen und mit seinen Machtmitteln dem Herzog und seiner (Konrads) Schwester (Agnes) zum Frieden zu verhelfen.

Überlieferung/Literatur

Archives de l´État à Liège, Abschrift aus der Mitte des 12. Jahrhunderts in Wibalds Briefbuch. Drucke: Epp. Wibaldi Nr. 225 = MGH Nr. 214; Gottschalk, Vertreibung 15 (in deutscher Übersetzung).

Kommentar

Die von Guido hier erwähnten Kirchenstrafen gegen die Gegner Władysławs II. verfehlten ihre Wirkung, da die polnischen Bischöfe, wie Papst Eugen III. in einem vom 23. Januar 1150 stammenden Schreiben (Epp. Wibaldi Nr. 224 = MGH Nr. 213 = JL 9369) an diese beklagt, die verhängten Exkommunikationen und das Interdikt nicht beachteten, vgl. Gottschalk, Vertreibung 15f.; Labuda, Historia 1, 140; Grudziński, Beginnings 20.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. 645, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1150-01-23_1_0_4_1_2_647_645
(Abgerufen am 30.03.2017).