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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

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Konrad teilt Abt Wibald von Corvey (und Stablo) mit, daß der auf Rat und Bitten der Fürsten auf einen Hoftag in Ulm am 13. Januar zu einer Verhandlung nach Lehnrecht geladene Herzog Heinrich von Sachsen (… quod nos ex consilio et peticione principum duci H[einrico] Saxonię ad expostulandam beneficialem iusticiam curiam Ulme in octava epiphanię indiximus) daselbst nicht erschien, sondern sich vielmehr anschickte, Bayern mit Waffengewalt zu besetzen (… armata manu ducatum Bauuarię occupare conatus est). Da er die königlichen Amtspflichten (debitum regalis censurę) höher gewertet habe als des Herzogs Taten, habe er diesem nach einem Urteil der Fürsten einen neuen Termin am Hoftag in Regensburg am 11. Juni gesetzt, um mit Gottes Hilfe über seine Klage zu urteilen (… aliam curiam ex iudicio principum in festo Barnabę apostoli Ratispone ei prefiximus, querimonię ipsius deo auctore satisfacturi). Weiteres werde er durch einen Boten mitteilen lassen.

Überlieferung/Literatur

Kop.: Archives de l´État à Liège, Abschrift aus der Mitte des 12. Jahrhunderts in Wibalds Briefbuch (B). Drucke: Epp. Wibaldi Nr. 319 = MGH Nr. 284; MGH DKo.III. 243. Regg.: UB Babenberger 4/1 Nr. 767; Diestelkamp – Rotter 1 Nr. 295.

Kommentar

Aufgrund der Stellung des Schreibens in Wibalds Briefbuch muß dieses Hausmann zufolge kurz nach dem 13. Januar abgefaßt worden sein, weshalb die Entscheidung über die neuerliche Ladung Herzog Heinrichs noch in Ulm gefallen sein muß.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. 715, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1150-01-13_1_0_4_1_2_717_715
(Abgerufen am 27.03.2017).