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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

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Konrad schreibt dem Abt A(lbert) von Nonantola, den Capitanei von Nonantola A(lbert) de Sala, B. und dessen Bruder O. und H. und dem Volk von Nonantola (toti populo de Nonantula), daß er über die der Abtei zugefügten Schäden entrüstet sei (Audita oppressione vestra litterarum vestrarum insinuatione ac nunciorum vestrorum relacione non parum turbati sumus. Nam devastationem vestram et huius castri destructionem honori nostro contrariam esse non ambigimus …) und kündigt die Entsendung des Abtes (Wibald) von Corvey (und Stablo) und seines Kanzlers Arnold an, die er mit der Wiedergutmachung der Schäden und der Wiederherstellung des Friedens beauftragt habe. Des weiteren befiehlt er ihnen, sich in der Zwischenzeit für seine Burg einzusetzen (Ut interim vero bene vos habeatis et virili[ter] pro castro nostro stetis, volumus et sub optentu gratię nostrę vobis precipimus).

Überlieferung/Literatur

Kop.: Archivio abbaziale di Nonantola, Abschrift des späten 12. Jahrhunderts (B). Drucke: Tiraboschi, Nonantola 2 Nr. 263; MGH DKo.III. 214.

Kommentar

Verfaßt von Wibald von Stablo. Bei der chronologischen Einordnung dieses und des folgenden Schreibens ist nach Hausmann davon auszugehen, daß Nonantola, das, wie aus anderen Quellen hervorgeht, schon 1148 von Modena bedrängt worden war (auch Papst Eugen III. hatte schon im Streit Nonantolas mit Modena auf Seiten Nonantolas interveniert, siehe IP 5 345 Nr. *39, *40 und 41), sich sofort nach Konrads Rückkehr vom Kreuzzug an ihn wandte; deshalb ist mit der angekündigten Gesandtschaft Wibalds von Stablo und Arnolds von Wied die im Jahr 1149 (Reg. 616) und nicht die im Jahr 1150 geplante (siehe Reg. 642) gemeint.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. 617, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1149-08-15_5_0_4_1_2_619_617
(Abgerufen am 18.10.2017).