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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

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Konrad ersucht Papst Eugen III., dessen Briefe er zu einem anderen Zeitpunkt zu beantworten ankündigt (Litteris paternitatis vestrę … per aliam paginam et per alios nuncios plenius respondere decrevimus), seinem durch die Mehrheit der Kanoniker von Xanten zum Nachfolger des verstorbenen Propsts B(runo) erwählten Kaplan T(hiebald, Propst von St. Severin in Köln) an Stelle des suspendierten Kölner Erzbischofs (Arnold I.) die Propstei von Xanten zu übertragen, und zwar in gleicher Weise, wie Propst Hermann sie von Papst Innocenz (II.) während der Sedisvakanz nach dem Tod Erzbischof Hugos erhalten hatte (Eandem preposituram obtinuit quondam H[eremannus] prepositus prestante sibi bonę memorię papa Innoc[entio], cum defuncto Hug[one] archiepiscopo Coloniensis cathedra vacaret; quod etiam simili forma vestrę sanctitati licere et convenire non dubitamus).

Überlieferung/Literatur

Kop.: Archives de l´État à Liège, Abschrift aus der Mitte des 12. Jahrhunderts in Wibalds Briefbuch (B). Drucke: Epp. Wibaldi Nr. 193 = MGH Nr. 169; MGH DKo.III. 213.

Kommentar

Konrads Intervention für Thiebald, der mit Wibald von Stablo und dem Kanzler Arnold von Wied befreundet war, hing mit der Opposition Erzbischof Arnolds I. von Köln gegen Thiebalds Wahl zusammen. Wibald hat sich auch selbst beim päpstlichen Kanzler und Kardinaldiakon Guido von SS. Cosmas et Damian für ihn eingesetzt (Epp. Wibaldi Nr. 194 = MGH Nr. 170), wobei er die Bestätigung Thiebalds als Strafe für den ungehorsamen Kölner Erzbischof bezeichnete. Schon Anfang Oktober hat Papst Eugen Konrads Bitte entsprochen (Reg. 624), womit Thiebalds Kampf um die Xantener Propstei aber noch nicht zu Ende war (siehe Reg. 658, wo auch die Literatur zu diesem Fall angeführt ist).

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. 615, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1149-08-15_3_0_4_1_2_617_615
(Abgerufen am 19.08.2017).