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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

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Konrad hält einen Hoftag ab, an dem unter anderen der päpstliche Legat in Polen, Kardinaldiakon Guido von S. Maria in Porticu, und Erzbischof Albero von Trier teilnehmen, letzterer mit einem zahlreichem, auf 40 Schiffen herangeführten Gefolge, zu dem die Herzöge Matthäus von Lothringen und Heinrich von Limburg gehören. – Für das Weihnachtsfest wird ein Hoftag nach Aachen ausgeschrieben, zu dem unter anderem wegen der Angelegenheit des Klosters Fischbeck Bischof Heinrich von Minden und Abt Wibald von Stablo und Corvey geladen werden.

Überlieferung/Literatur

Balderich, Gesta Alberonis c. 26, MGH SS 8 257; Brief Wibalds von Stablo an Johannes von Fredelsloh, Epp. Wibaldi Nr. 200 = MGH Nr. 183 (… ab ipso [Konrad] in curia sua Frankenvort cum magno honore habiti et cum magna hilaritate dimissi fuimus, iussi venire ad curiam, quae futura est Aquisgrani in proxima nativitate Domini); Brief Wibalds von Stablo an den Notar Heinrich, Epp. Wibaldi Nr. 202 = MGH Nr. 185 (in assumptione sanctae Mariae Frankenevort ad curiam veniremus); Brief Wibalds von Stablo an Arnold von Wied, Epp. Wibaldi Nr. 282 = MGH Nr. 255; Brief Bischof Bernhards von Paderborn und Wibalds von Stablo an Papst Eugen III., Epp. Wibaldi Nr. 192 = MGH Nr. 168 (cum venissemus in oppidum Frankenvorth in assumptione beatae Mariae ad curiam). – Brief Konrads an Bischof Heinrich von Minden Reg. 614. – Brief Wibalds von Stablo an Konrad Reg. 627; Mandat Konrads an Nonantola Reg. 617; Brief Wibalds von Stablo an den päpstlichen Kanzler und Kardinaldiakon Guido von SS. Cosmas et Damian von Oktober 1149, Epp. Wibaldi Nr. 195 = MGH Nr. 180. Vgl. Schalles-Fischer, Frankfurt 598ff., und Deutsche Königspfalzen 1/4 Nr. 135.

Kommentar

Daß Balderichs Bericht über den aufsehenerregenden Besuch Erzbischof Alberos von Trier sich auf den Frankfurter Hoftag des Jahres 1149 bezieht, ergibt sich daraus, daß Balderich erst seit April 1147 in den Diensten Alberos stand, vgl. Bernhardi, Konrad III. 920 Anm. 31, und Schalles- Fischer, Frankfurt 154f. – Zur Auseinandersetzung zwischen Bischof Heinrich von Minden und Wibald von Stablo um Kemnade vgl. Reg. 605, zu den Plänen einer Gesandtschaft nach Rom Reg. 607. – Unsicher ist, ob die Äußerung des Legaten und Kardinaldiakons Guido in seinem Brief an Konrad Reg. 645, dieser habe ihn ermahnt, die Gegner Władysławs II. von Polen zu verurteilen, sich auf Gespräche auf diesem Hoftag bezog oder auf eine (weiter zurückliegende, verlorene) Korrespondenz. Daß über polnische Angelegenheiten in Frankfurt gesprochen werden sollte, beweist der Brief des Notars Heinrich an Wibald von Stablo, Epp. Wibaldi Nr. 182 = MGH Nr. 145.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. 613, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1149-08-15_1_0_4_1_2_615_613
(Abgerufen am 21.10.2017).