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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

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Konrad stellt der Äbtissin (Judith) von Gesecke in einer das Kloster Kemnade betreffenden Angelegenheit ein Schreiben aus.

Überlieferung/Literatur

Nicht erhaltenes Schreiben (MGH DKo.III. *209), erwähnt im Brief Wibalds von Stablo und Corvey an den Notar Heinrich von Oktober 1149, Epp. Wibaldi Nr. 202 = MGH Nr. 185 (Ad eam curiam [Reg. 609] venit quidam presbiter, ab abbatissa de Giseka mercede pro dimidia marca conductus, cui nichil de Kaminatensi re pertinebat, qui adversum nos, ut modo primum audivimus, multas querelas deposuit. Qui, cum litteras domini nostri regis nescimus quo interventu acceperit, quarum continentiam necdum cognoscere potuimus, disseminavit per totam Saxoniam, se hoc in litteris accepisse, ut, quaecunque per nos apud Kaminatam gesta erant, cassari et immutari á domno rege deberent); UB Fischbeck 1 Nr. 24. Reg.: Diestelkamp – Rotter 1 274.

Kommentar

Der Inhalt des Schreibens war Wibald unbekannt, Judith verbreitete ihm zufolge allerdings in ganz Sachsen, daß der König alle von Wibald getroffenen Maßnahmen aufheben wolle, was Konrad später selbst gegenüber Heinrich dem Löwen in Abrede stellte (siehe Reg. 680). Judith nutzte den Brief in der Folge auch zur Rechtfertigung eines Anfang September unternommenen, von den Corveyer Ministerialen aber abgewehrten Versuchs, Kemnade gewaltsam wieder in Besitz zu nehmen. Insgesamt dürfte der Brief aber doch einen für Judith vorteilhaften Inhalt besessen haben, vgl. Stephan-Kühn, Wibald 125–128, die ihn auch als Warnung an Wibald versteht, daß er Kemnade bei Nichterfüllung seiner pekuniären Verpflichtungen (siehe Reg. 599) verlieren könnte, vgl. auch Jakobi, Wibald von Stablo 134f., und Rabe, Fischbeck und Kemnade 237.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. *612, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1149-07-00_3_0_4_1_2_614_D612
(Abgerufen am 26.03.2017).