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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,2

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Konrad befiehlt Abt W(ibald) von Stablo und Corvey, in jedem Fall zu dem für den 15. August in Frankfurt geplanten Hoftag zu kommen, auf dem er seine vertraulichen wie auch allgemeinen Angelegenheiten mit ihm beraten will (Industrię igitur tuę mandando committimus, quatinus omni occasione postposita ad curiam, quam in assumptione sanctę Marię Frankenuort celebraturi sumus, venire non differas, ubi tam de privatis quam publicis negociis nostris familiari tecum consilio convenire intendimus). Auch versichert er Wibald, er habe die Gewißheit, daß das Kloster Corvey die versprochenen Gelder zahlen werde (… certi, quod Corbeienses pecuniam, quam iuramenti assertione promiserant, indubitanter nobis persolvant) und er deswegen die Übertragung von Kemnade und Fischbeck an Corvey bestehen lassen will. – Verfaßt vom Notar Heinrich. Certi sumus, quod.

Überlieferung/Literatur

Kop.: Archives de l´État à Liège, Abschrift aus der Mitte des 12. Jahrhunderts in Wibalds Briefbuch (B). Drucke: Epp. Wibaldi Nr. 181 = MGH Nr. 144; MGH DKo.III. 206. Regg.: Diestelkamp – Rotter 1 Nr. 267; Stumpf 3564.

Kommentar

Zur Datierung siehe die Vorbemerkung Hausmanns. – Die Ladung zum Frankfurter Hoftag erwähnt Wibald auch in seinem Brief an den Notar Heinrich von 1149 Oktober/November, Epp. Wibaldi Nr. 202 = MGH Nr. 185, und in dem an Arnold von Wied von 1150 Ende August/Anfang September, Epp. Wibaldi Nr. 282 = MGH Nr. 255. Aus einem Brief des Notars Heinrich an Wibald, Epp. Wibaldi Nr. 182 = MGH Nr. 145, geht hervor, daß Konrad Wibald in der Angelegenheit seiner Schwester Agnes von Polen zu konsultieren beabsichtigte. – Bei den erwähnten Geldern handelt es sich um die 300 Mark, zu deren Zahlung sich Corvey, ohne daß die Übertragungsurkunde (Reg. 453) es erwähnt, bei der Übertragung der beiden Stifte offenbar verpflichtet hatte, siehe Reg. 429. Ende 1149 verzichtete Konrad auf die Auszahlung (Reg. 634). In dem Brief an Arnold von Wied (Epp. Wibaldi Nr. 282 = MGH Nr. 255) behauptet Wibald allerdings, 200 Mark bezahlt zu haben. Vgl. auch Stephan-Kühn, Wibald 106f., und Jakobi, Wibald von Stablo 88f.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,2 n. 604, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1149-06-00_3_0_4_1_2_606_604
(Abgerufen am 26.03.2017).